- 11.10.2011, 12:58:38
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August Wöginger: Im Vordergrund muss die nachhaltige Sicherung der Pensionen stehen
Länger Arbeiten müsse attraktiver gemacht werden. Run auf Frühpension müsse gestoppt werden, so Sozialsprecher Wöginger
Wien (OTS) - "Unser Pensionssystem, wie wir es heute kennen, ist
in einer Schieflage. Wir müssen sicherstellen, dass die Jugend von
heute auch morgen noch Anspruch auf eine Pensionsleistung hat. Dafür
ist es notwendig das faktische Pensionsantrittsalter an das
gesetzliche anzupassen, und Möglichkeiten für die älteren
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schaffen, um länger in
Beschäftigung zu bleiben, wenn sie das wollen. Die Vorschläge der
Sozialpartner in diesem Bereich sind ein Schritt in die richtige
Richtung", so ÖAAB- und ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR August Wöginger
anlässlich der präsentierten Pläne der Sozialpartner, wie das
faktische Pensionsantrittsalter gehoben werden könnte.****
"Wir müssen unser Pensionssystem zukunftsfit machen. Die Beiträge,
die der Bund ins Pensionssystem pumpen muss, sind in den letzten
Jahren gestiegen. Diese Dynamik muss eingebremst werden. Es gibt
immer weniger Beitragszahler, immer mehr und ältere Pensionsbezieher.
Daher ist es höchst an der Zeit, dass Maßnahmen gesetzt werden, die
die Menschen länger in Beschäftigung halten. Gleichzeitig müssen aber
auch die Privilegien einiger Berufsgruppen, wie bei der ÖBB oder der
Nationalbank und bei den Bundesländern Wien und Kärnten, weitgehendst
abgeschafft werden", betont Wöginger.
"Angesichts der steigenden Lebenserwartung müssen wir eine Anhebung
des faktischen Pensionsalters, statt der vorgeschlagenen zwei Jahre
bis 2020, um vier Jahre erreichen. Das ist das Gebot der Stunde. Wir
müssen den Run in die Frühpension stoppen, um den Kostenschub zu
dämpfen. Wenn das faktische Pensionsantrittsalter bloß um ein Jahr
angehoben wird, würde das eine Milliarde Euro pro Jahr an Ersparnis
bringen", so der Sozialsprecher weiter.
Auch müsse das Pensionskonto zur Gänze umgesetzt und daher die
Parallelrechnung abgeschafft werden, "dann würde das System
einfacher, gerechter und nachhaltiger gestaltet sein. Was man nicht
durchschaut, dem vertraut man nicht. Auch das bereits bestehende
Bonus-Malus-System würde damit automatisch umgesetzt werden. Nach dem
Motto 'Wer länger arbeitet, soll belohnt werden, wer früher geht,
bekommt weniger'", so Wöginger weiter.
"Das Paket der Sozialpartner zu den Invaliditätspensionen um die
Anzahl der Anträge zu verringern, ist zu unterstützen und
ehestmöglich umzusetzen, da diese Pensionsart der Hauptgrund für das
niedrige Antrittsalter ist", so der Sozialsprecher.
"Teilpension, die Reform der Altersteilzeit und das vorgeschlagene
Prämienmodell sind sicherlich Anreize um Menschen länger im
Erwerbsleben zu halten. Wichtig wird sein, dass Bundesminister
Hundstorfer rasch dem Parlament Gesetzesvorschläge unterbreitet.
Nicht nur reden, sondern vor allem auch handeln, muss hier die Devise
sein", betont Wöginger abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖAAB-Generalsekretariat Mag. Nikola König PR & Kommunikation Tel.: Tel.: +43 (1) 40 141 216, Fax: +43 (1) 40 141 229 mailto:[email protected] www.oeaab.com
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