August Wöginger: Im Vordergrund muss die nachhaltige Sicherung der Pensionen stehen

Länger Arbeiten müsse attraktiver gemacht werden. Run auf Frühpension müsse gestoppt werden, so Sozialsprecher Wöginger

Wien (OTS) - "Unser Pensionssystem, wie wir es heute kennen, ist
in einer Schieflage. Wir müssen sicherstellen, dass die Jugend von heute auch morgen noch Anspruch auf eine Pensionsleistung hat. Dafür ist es notwendig das faktische Pensionsantrittsalter an das gesetzliche anzupassen, und Möglichkeiten für die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schaffen, um länger in Beschäftigung zu bleiben, wenn sie das wollen. Die Vorschläge der Sozialpartner in diesem Bereich sind ein Schritt in die richtige Richtung", so ÖAAB- und ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR August Wöginger anlässlich der präsentierten Pläne der Sozialpartner, wie das faktische Pensionsantrittsalter gehoben werden könnte.****

"Wir müssen unser Pensionssystem zukunftsfit machen. Die Beiträge, die der Bund ins Pensionssystem pumpen muss, sind in den letzten Jahren gestiegen. Diese Dynamik muss eingebremst werden. Es gibt immer weniger Beitragszahler, immer mehr und ältere Pensionsbezieher. Daher ist es höchst an der Zeit, dass Maßnahmen gesetzt werden, die die Menschen länger in Beschäftigung halten. Gleichzeitig müssen aber auch die Privilegien einiger Berufsgruppen, wie bei der ÖBB oder der Nationalbank und bei den Bundesländern Wien und Kärnten, weitgehendst abgeschafft werden", betont Wöginger.

"Angesichts der steigenden Lebenserwartung müssen wir eine Anhebung des faktischen Pensionsalters, statt der vorgeschlagenen zwei Jahre bis 2020, um vier Jahre erreichen. Das ist das Gebot der Stunde. Wir müssen den Run in die Frühpension stoppen, um den Kostenschub zu dämpfen. Wenn das faktische Pensionsantrittsalter bloß um ein Jahr angehoben wird, würde das eine Milliarde Euro pro Jahr an Ersparnis bringen", so der Sozialsprecher weiter.

Auch müsse das Pensionskonto zur Gänze umgesetzt und daher die Parallelrechnung abgeschafft werden, "dann würde das System einfacher, gerechter und nachhaltiger gestaltet sein. Was man nicht durchschaut, dem vertraut man nicht. Auch das bereits bestehende Bonus-Malus-System würde damit automatisch umgesetzt werden. Nach dem Motto 'Wer länger arbeitet, soll belohnt werden, wer früher geht, bekommt weniger'", so Wöginger weiter.

"Das Paket der Sozialpartner zu den Invaliditätspensionen um die Anzahl der Anträge zu verringern, ist zu unterstützen und ehestmöglich umzusetzen, da diese Pensionsart der Hauptgrund für das niedrige Antrittsalter ist", so der Sozialsprecher.

"Teilpension, die Reform der Altersteilzeit und das vorgeschlagene Prämienmodell sind sicherlich Anreize um Menschen länger im Erwerbsleben zu halten. Wichtig wird sein, dass Bundesminister Hundstorfer rasch dem Parlament Gesetzesvorschläge unterbreitet. Nicht nur reden, sondern vor allem auch handeln, muss hier die Devise sein", betont Wöginger abschließend.

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