- 08.10.2011, 13:06:38
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Schatz zu Foglar: "Mehr Offensive für Fraueneinkommen notwendig - mutige Ansagen erfreulich, doch erst das Ergebnis ist zu bewerten"
Grüne: "Herbstlohnrunde muss 1.300 Euro Mindestlohn bringen!"
Wien (OTS) - "Verglichen mit der Zurückhaltung der Gewerkschaften
in den vergangenen Jahren bin ich sehr erleichtert, dass nun offenbar
endlich wieder etwas mutiger eine faire Lohnerhöhung gefordert wird.
Sicher - letztlich zu bewerten ist das Verhandlungsergebnis. Es ist
zu hoffen, dass die ArbeitnehmerInnenvertreter nicht zu früh in die
Knie gehen. Ich kann nach der katastrophalen Lohn- und
Gehaltsentwicklung der letzten Jahre nur sagen: Schluss mit lustig!
Wir brauchen endlich existenzsichernde Mindestlöhne und einen fairen
Anteil für ArbeitnehmerInnen am Wirtschaftswachstum", fordert
Nationalratsabgeordnete Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin
der Grünen, nach den Aussagen von ÖGB-Chef im heutigen Ö1-"Journal zu
Gast".
"Klar ist auch, wenn insgesamt in dieser Herbstlohnrunde nicht
endlich für alle Beschäftigten ein Mindestlohn von 1.300,- Euro
brutto gesichert ist, dann darf die Politik nicht länger zuwarten und
muss gesetzlich eingreifen. Alles unter 1.300,-Euro ist schlicht eine
Frechheit - davon kann man nicht leben!" bringt es Schatz auf den
Punkt und führt weiter aus, dass diese Frage vor allem für Frauen
eine zentrale sei: "Gerade in den Dienstleistungsbranchen wie dem
Tourismus, dem Handel oder auch persönlichen Dienstleistungen sind
hauptsächlich Frauen beschäftigt. Und das bedingt dann zu einem
wesentlichen Teil die enormen Einkommensunterschiede zwischen Männer
und Frauen hier in Österreich. Wir brauchen deshalb nicht nur
prozentuelle Steigerungen bei den niedrigen Einkommen, sondern einen
ordentlichen Sockelbetrag, um hier endlich einen deutlichen Schritt
weiter zu kommen."
Schatz hält eine Schließen der enormen Einkommensschere durch
Betriebsvereinbarungen, wie Foglar es vorschlägt, für
unwahrscheinlich: "Je weiter unten entschieden wird, desto eher sind
die ArbeitnehmerInnen unter Druck zu setzen. Jedenfalls gilt für mich
auch in dieser Frage: Wenn die Sozialpartner nicht ehest eine
Besserstellung bei den Fraueneinkommen schaffen, dann muss der
Gesetzgeber einschreiten. Aber nicht mit einem wirkungslosen
Soft-Gesetz wie dem zur Gehaltstransparenz, sondern mit einem, dass
schnell Ergebnisse bringt und Frauenendlich einen gerechten Lohn
bringt", so Schatz abschließend.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Bernd Pekari
Tel.: +43-676 86665930
mailto: [email protected]
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