• 07.10.2011, 16:18:08
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Neues Volksblatt: "Vermutungen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 8. Oktober 2011

Linz (OTS) - SPÖ-Kanzler Werner Faymann: zurückgetreten.
SPÖ-Bürgermeister Franz Dobusch: zurückgetreten.
SPÖ-Finanzstadtrat Johann Mayr: zurückgetreten.
Alle drei haben eine Aussendung des SPÖ-Landesgeschäftsführers
Christian Horner gelesen und nach kurzer Bedenkzeit die Konsequenzen
gezogen. Immerhin sind alle drei in aufklärungsbedürftige Vorgänge
involviert: Faymann hat die Inseratenaffäre am Hals, Dobusch und Mayr
den Swap.
Der Satz aus Horners Mund, der dem SPÖ-Trio offenbar den kalten
Schauer über den Rücken jagte, lautet: "Da gibt es trotz
Unschuldsvermutung keinen Spielraum".
Halt, stopp! - das war ja gar nicht auf Faymann, Dobusch und Mayr
bezogen, sondern auf den Kabinettschef der Innenministerin, gegen den
im Zuge der Ermittlungen zur Telekom-Affäre der Verdacht des
Amtsmissbrauchs laut wurde, während es bei Faymann und Mayr der
Verdacht der Untreue ist. Während der Beamte laut Horner "umgehend zu
suspendieren" ist und die Unschuldsvermutung vom Tisch gewischt wird,
legt er an seine Genossen ein anderes Maß an. Aber Faymann dementiert
schließlich alles, und Dobusch und Mayr haben vom Swap nichts
gewusst. Gibt es eigentlich auch die Unglaubwürdigkeits-Vermutung?

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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