• 07.10.2011, 12:04:39
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  • OTS0143 OTW0143

Verantwortungsvolles Wirtschaften bringt Wettbewerbsvorteile

Wien (OTS) - Im aktuellen Hernstein Management Report wurden 300
Führungskräfte aus der Schweiz, Deutschland und Österreich zum
unternehmerischen Nutzen von Nachhaltigkeit befragt. 28% sehen den
Hauptnutzen in höheren Wettbewerbsvorteilen durch Image und
Reputation.

Weitere 28% erwarten sich durch faires und ressourcenorientiertes
Handeln eine bessere Mitarbeiterbindung und - motivation. 27% sehen
den Nutzen in einer stärkeren Kundenbindung. Allerdings lassen sich
länderspezifische Unterschiede ausmachen. In Österreich lag die
Kundenbindung mit 36% an erster Stelle (Deutschland 18%, Schweiz
27%). 33% der deutschen Führungskräfte erwarten sich von nachhaltigem
Handeln eine bessere Mitarbeiterbindung (Österreich 21%, Schweiz
29%). Und für die Schweizer liegt der Nutzen mit 33% vor allem im
Image. (Österreich 28%, Deutschland 24%). Chancen wie besseres
Risikomanagement oder höhere Innovationskraft aufgrund von
nachhaltigem Wirtschaften werden nur von einer Minderheit als
möglicher Vorteil gesehen.

Effizientere Prozesse als Nebeneffekt

"Entscheidet sich ein Unternehmen, Nachhaltigkeit als
Managementprinzip einzuführen und zu leben, hat das natürlich auch
Auswirkungen auf die Arbeit der Führungskräfte und Mitarbeiter. Ein
positiver Nebeneffekt ist sicherlich, dass Prozesse in Unternehmen
neu durchdacht und effizienter gestaltet werden. Die Kehrseite
wiederum ist, dass durch nachhaltiges Handeln Zielkonflikte bzw.
Widersprüche im Tagesgeschäft entstehen und die müssen ausgehalten
werden", erklärt Hernstein Institutsleiterin Katharina
Lichtmannegger.

Aus Sicht der befragten Führungskräfte zahlt sich
verantwortungsvolles Wirtschaften aus. 40% erhoffen sich als
Nebeneffekt effizientere Prozesse. Aber auch eine wirksamere
Kooperation und bessere Kooperationsbeziehungen entstehen durch
bewussten Umgang mit Ressourcen.

Bei der Frage, was verantwortungsvolles Wirtschaften bzw.
Nachhaltig für die Führungskräfte heißt, lassen sich veritable
Unterschiede festmachen. Die Mehrheit der Führungskräfte (Deutschland
89%, Schweiz 72%, Österreich 59%) setzen nachhaltiges Wirtschaften
mit einem bewussten Umgang mit Ressourcen gleich. Während 71% der
Schweizer Führungskräfte den Begriff "verantwortungsvolles
Wirtschaften" mit einer verstärkten bereichsübergreifenden
Zusammenarbeit verbinden, tun dies nur 56% der deutschen und 20% der
österreichischen Manager. Auch das Überdenken und Umgestalten von
Prozessen verbinden nur 36% der österreichischen Führungskräfte mit
dem Begriff. In der Schweiz sind es 60% und in Deutschland 57%.

"In Österreich ist die Unternehmensstruktur kleinteiliger, daher
wird schon jetzt bereichsübergreifend gearbeitet. Daher scheint es
verständlich, dass man es nicht mit dem Begriff der Nachhaltigkeit in
Verbindung bringt", so Hernstein Institutsleiterin Katharina
Lichtmannegger.

Österreichische Führungskräfte setzen den Fokus auf kurz-, mittel-
und langfristige Ziele und definieren damit verantwortungsvolles
Wirtschaften.

Nähere Details unter: http://www.ots.at/redirect/nachhaltigkeit

Hernstein Management Report

Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte
Studie zu aktuellen Leadership- und Managementtrends. Die Abwicklung
und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische
Gesellschaft für Marketing, Wien. Befragt wurden insgesamt 302
Führungskräfte von Großbetrieben aus Österreich, Deutschland und der
Schweiz (ab 100 Beschäftigten). Pro Land fand jeweils ein Drittel der
Interviews statt.

Rückfragehinweis:
Mag. Daniela Kaser, MAS, PR & Marktforschung, Hernstein Institut für Management und Leadership
Tel.: 01/514 50-5633
E-Mail: [email protected]

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