- 07.10.2011, 11:25:22
- /
- OTS0118 OTW0118
Seniorenbund: Reformen im Pensionssystem jetzt umsetzen!
"Neue" Sozialpartner legen Latte für "alte" Sozialpartner hoch!
Wien (OTS) - "OECD, EU-Kommission und IWF sind sich seit Langem
sicher: In Österreich sind weitere Pensionsreformen nötig, um das
System dauerhaft abzusichern. Und zwar im Besonderen hinsichtlich der
viel zu niedrigen faktischen Pensionsantrittsalter. Am 10. Oktober
beraten nun die vier "alten" Sozialpartner ohne die "neuen"
Sozialpartner, nämlich Bundesjugendvertretung und Österreichischer
Seniorenrat, ihre Konzepte. Wir erinnern daher die "alten"
Sozialpartner an jene Punkte, die der Seniorenrat seit mittlerweile
einem Jahr vorgelegt hat - und legen damit die Latte für deren
Vorschläge hoch", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des
Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen
Seniorenrates:
1. Neuordnung der Invaliditätspensionen: Ausbau von Prävention und
Rehabilitation - besonders im Zuge der aktuell verhandelten
Gesundheits- und Spitalsreform.
2. Verfassungsgemäßes möglichst rasches Auslaufen der
Langzeitversichertenregelung ("Hackler") - was zu Jahresbeginn
beschlossen wurde ist zu wenig.
3. Anreizsysteme für Länger Arbeiten -
"Seniorenbund-Belohnungsmodell" mit 12% mehr Pension pro länger
gearbeitetem Jahr nach 60/65.
4. Pönale für Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter in die Pension
"mobben".
5. Rasches angleichen aller Pensionssysteme - "ASVG für Alle bis
2025".
6. Sonderfälle ÖBB, OeNB, Stadt Wien u.A. vor allem staatsnahe
Unternehmen - Stufenplan zur möglichst raschen Angeleichung an die
gesetzlichen Pensionen (ASVG)
7. "Senior-Pools" im Öffentlichen Dienst - Homepage mit Angeboten
von zB Urlaubs- und Karenzvertretungen bzw zeitlich begrenzten
Projekten für Beamte im Ruhestand. Aktuelles Beispiel: Warum nicht
ältere Staatsanwälte für "Korruptionsstaatsanwaltschaft" nutzen,
diese müssen sich um ihre Karrieren nicht mehr sorgen!
8. Reform der Altersteilzeit - aktuelles Modell ist ungerecht und
teuer.
9. "fit2work" - gute Idee, aber gesamte Finanzierung muss durch
AMS und Gesundheitssystem erfolgen (dzt zB "berufliche
Rehabilitation" bezahlt aus Pensionssystem!).
10. Systematische Einbindung der Pensionisten in
Freiwilligenarbeit - Stichwort 60jährige pflegen 80jährige.
"Alleine diese Maßnahmen bringen im Minimum schon eine Milliarde
Euro pro Jahr. Und das dauerhaft. Von den kommenden Montag
präsentierten Konzepten erwarten wir mutige Schritte und dass diese
nicht schon wieder aus dem Pensionssystem bezahlt werden. Daran
werden wir den Erfolg der Vorschläge messen", so Khol abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker
Tel.: 0650-581-78-82; [email protected]; www.seniorenbund.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN






