- 06.10.2011, 10:21:15
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KONSUMENT.at: Heizkostenvergleich - Heizen mit Holz trotz Teuerung am billigsten
Preissteigerungen von jeweils 5 Prozent bei Holz und Gas, 28 Prozent bei Erdöl
Wien (OTS/VKI) - Die Heizkosten verschlingen einen nicht
unbeträchtlichen Teil des Haushaltsbudgets. Die letzten Monate waren
teils von starken Preissteigerungen gekennzeichnet: Gas und Holz
wurden im Vergleich zu September 2010 um fünf Prozent, Öl um 28
Prozent teurer. Im Verhältnis zueinander gibt es - verglichen mit den
letzten Erhebungen des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) -
allerdings kaum Veränderungen: Am billigsten kommt mit 2,55 Cent/kWh
nach wie vor die Hackschnitzelheizung. Direktheizgeräte, die mit
Tagstrom gespeist werden, kosten dagegen mit 18,17 Cent/kWh am
meisten. Dazwischen liegen die fossilen Energieträger, wobei Erdgas
mit bis zu 10,25 Cent/kWh knapp billiger ist als Heizöl mit bis zu
13,99 Cent/kWh. Damit ergibt sich - je nach Heizungsart - jährlich
eine Differenz von bis zu mehreren Tausend Euro. Details zum
Heizkostenvergleich finden sich auf www.konsument.at.
Bei Wohnungen kommen aus Platzgründen meist nur Erdgas oder
Fernwärme in Frage. Die im Heizkostenvergleich erhobenen Preise
liegen zwischen 7,77 und 10,25 Cent/kWh bei Erdgas, bei 9,51 Cent bei
Fernwärme. Kostengünstig kommt auch das Heizen mit Wärmepumpe
(zwischen 3,68 und 4,50 Cent/kWh). "Je billiger der Energieträger
ist, desto mehr ist in der Regel aber an Kosten für die Anlage und
die Installation einzuplanen", erläutert VKI-Energieexperte Mirko
Bernhard. "Allerdings kann man die Kosten mit entsprechenden
Förderungen ein wenig abfedern."
Insgesamt am billigsten kommt die Hackschnitzelheizung mit 2,55
Cent/kWh. Allerdings fallen auch hier zusätzliche Kosten für
Transport und Lagerung an. Für einen durchschnittlichen Haushalt ist
eine Pelletsheizung aber in der Regel die günstigere Wahl. Hier
liegen die Kosten zwischen 5,82 und 6,54 Cent/kWh. Bernhard: "Holz
zählt damit nicht nur zu den billigsten Energieträgern. Es verursacht
auch vergleichsweise wenig CO2-Emmission. Das zeigt sich insbesondere
im Vergleich zu Kohleheizungen, die in etwa das 26-fache einer
Holzheizung ausstoßen." Auch preislich liegen Kohleheizungen mit
Brennstoffkosten zwischen 10,35 und 16,78 Cent/kWh im negativen
Spitzenfeld.
Heizkosten sparen - und damit zugleich die Umwelt schonen - kann
man allerdings mit jedem Brennstoff, z.B. wenn die Heizung bei
Abwesenheit gedrosselt wird. "Auch eine Absenkung der Raumtemperatur
um nur einen Grad macht sich bezahlt. Hier verringern sich die
Heizkosten um bis zu sechs Prozent. Nicht zuletzt spart man aber mit
einer guten Wärmedämmung", so Bernhard. "Ein perfekt gedämmtes Haus
benötigt statt 220 kWh pro m2 nur mehr 35 kWh - damit fällt nur noch
ein Sechstel an Heizkosten an." Wer auf eine Strom- oder Gasheizung
angewiesen ist und seine Kosten reduzieren möchte, kann zudem mittels
Tarifkalkulator der e-control (www.e-control.at/tk) den günstigsten
Anbieter errechnen.
Details zum Heizkostenvergleich gibt es auf www.konsument.at.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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