- 05.10.2011, 10:29:47
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VGT fragt: Wann hat die ÖVP ihre christlichen Werte verloren?
Als einzige Parlamentspartei fordert die ÖVP anlässlich des Welttierschutztages keine Verbesserungen sondern sieht Tierfabriken als gelebten Tierschutz an
Wien (OTS) - Der Welttierschutztag ist der Todestag des
christlichen Schutzpatrons der Tiere, des heiligen Franz von Assisi.
Während alle Parlamentsparteien anlässlich dieses Tages ein Verbot
wenigstens der schlimmsten Auswüchse im Tierschutz fordern, warnt der
ÖVP-Tierschutzsprecher angesichts von Massentierhaltung, Tierfabriken
und Tiertransporten vor zu strengen Tierschutzgesetzen, die offenbar
heute schon die Tierindustrie über Gebühr belasten würden. Wann, so
fragt der Verein Gegen Tierfabriken, hat die ÖVP ihre christlichen
Grundwerte verloren? VGT-Obmann DDr. Martin Balluch: "Kann man sich
Jesus Christus vorstellen, wie er ein Mutterschwein in einen
Kastenstand pfercht? Hätte Franz von Assisi männliche Ferkel ohne
Betäubung kastriert? Ganz offensichtlich umfassen die Gebote der
christlichen Güte und Gewaltfreiheit auch den Umgang mit Tieren. Das
bestätigen Universitätsprofessoren für katholische Theologie wie
Univ.-Prof. Gerhard Marschütz in Wien und Univ.-Prof. Kurt Remele in
Graz. Wie kann dann die ÖVP, die sich als Bewahrer christlicher Werte
sieht, genau diese Werte einfach über Bord werfen und sich blind
ausschließlich für die Profite einer menschen- und tierfeindlichen
Tierindustrie stark machen? Wie hat die ÖVP ihre Grundwerte verlieren
können? Ist sie tatsächlich dem Einfluss des Geldes verfallen?"
Schon 2003 war die ÖVP die einzige Partei, die gegen ein
Legebatterieverbot aufgetreten ist. Heute ist dieses Verbot ein
längst anerkannter Standard und man ist hierzulande stolz auf diesen
Erfolg. Die ÖVP war die einzige Partei, die dezidiert nicht
Tierschutz im Verfassungsrang sehen wollte, obwohl es Tierschutz als
Grundwert in der Gesellschaft längst verdient, als
Staatszielbestimmung festgeschrieben zu werden, wie auch z.B. in
Deutschland und der Schweiz. Und jetzt tritt die ÖVP als einzige
Partei gegen ein Kastenstandverbot auf, obwohl 80% der Bevölkerung
ein solches Verbot wünschen und die Volksanwaltschaft die
Kastenstandhaltung als verfassungswidrig erkannt hat.
"Ist es Zufall", fragt VGT-Obmann DDr. Martin Balluch, ehemaliger
Hauptangeklagter im Tierschutzprozess, "dass ein ÖVP-Innenminister
die SOKO gegen den Tierschutz gegründet hat, dass eine
ÖVP-Justizministerin die Anklage im Tierschutzprozess unterschrieb
und dass ein ÖVP-Finanzminister drei Finanzverfahren in kurzer Folge
gegen den VGT auslöste? Geht die ÖVP über Leichen, um ihren
Tierindustrie-Lobbyismus gegen den Tierschutz mit Brachialgewalt
durchzusetzen?"
Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch, Tel.: 01-9291498, Email: [email protected]
Verein Gegen Tierfabriken, Email: [email protected]
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