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Neues Volksblatt: "Niedrige Latte" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 29. September 2011
Linz (OTS) - Natürlich ist alleine mit dem Schielen auf Umfragen
keine Politik zu machen. Was umgekehrt aber noch nicht heißt, dass
man jedes Umfrageergebnis negieren muss.
Das sollte man sich auch bei der SPÖ zu Herzen nehmen, wenn es um die
Studiengebühren geht. Selten ist in der Bevölkerung der Konsens so
groß wie in dieser Frage, und dennoch legt es die SPÖ hier auf einen
Koalitionskonflikt an, der niemandem nützt - am wenigsten den
Universitäten und den Studenten. Erwiesenermaßen hat die Einführung
der Studiengebühren im Jahr 2001 weniger Auswirkungen auf die Zahl
der Studienanfänger als offenbar auf jene der "Karteileichen" gehabt.
Volkswirtschaftlich kann es nur begrüßt werden, wenn die Unis
tatsächlich nur von jenen frequentiert werden, die ernsthaft an einer
tertiären Ausbildung interessiert sind. Selbstverständlich darf es
keine soziale Auslese geben, Wissenschaftsminister Karlheinz
Töchterle tritt solchen Befürchtungen aber auch mit einem
glaubwürdigen Stipendienkonzept entgegen. Und: Schon jetzt erhält
jeder vierte Studierende eine Studienbeihilfe. Wenn selbst die
hauptbetroffene Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen mehrheitlich für
Studiengebühren ist, liegt die Latte, über die die SPÖ in dieser
Frage springen müsste, nicht mehr sehr hoch.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:politik@volksblatt.at
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