Presseaviso: Einladung zur Fachtagung "Europäische Standards gegen Gewalt an Frauen und Kindern"

Wien (OTS) - Zeit: Mittwoch, 28. September 2011, 09:00 - 17:30 Uhr Ort: Studio 44 der Österreichischen Lotterien, Rennweg 44, 1030 Wien

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) lädt zur Fachtagung "Europäische Standards gegen Gewalt an Frauen und Kindern" ein.

Begrüßung und Beantwortung von Fragen:
Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF| T:
0664/7930789
sowie Expertinnen aus Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Liechtenstein

Programm zum Download:
http://www.aoef.at/cms/doc/einladung_tagung_low-res.pdf

Ohne Frauenhäuser und effiziente Gesetze in Europa gibt es kein Ende der Gewaltspirale

Im Rahmen der Fachtagung der österreichischen Frauenhäuser widmen sich Expertinnen aus Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Liechtenstein den europäischen Entwicklungen zum Schutz vor Gewalt an Frauen und Kindern. Ein Thema wird dabei die Ratifizierung und innerstaatliche Umsetzung der Europaratskonvention - dem Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Europaratskonvention CAHVIO) - sein. Wie können die bestehenden Qualitätsstandards gesichert und erweitert werden? Welche Angebote und Opferrechte müssen verbessert und ausgebaut werden und welche Unterstützung benötigen Frauenhäuser für ihre Arbeit mit betroffenen Frauen und Kindern? Entlang ausgewählter Artikel der Europaratskonvention werden diese Fragen in drei Panels bearbeitet: 1) Angebote und Leistungen der Frauenhäuser im Ländervergleich, 2) Schutz der Kinder vor Gewalt und Obsorgeregelungen, 3) Politische, ökonomische und rechtliche Situation von Migrantinnen.

Jährlich suchen Tausende von Frauen und Kindern Hilfe in den knapp 2.000 Frauenhäuser in 44 europäischen Ländern . Wenige dieser Länder erfüllen die Mindeststandards. In nur sechs Ländern (Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Spanien, Malta und Slowenien) werden die Mindeststandard von einem Frauenhausplatz pro 10.000 EinwohnerInnen erfüllt. Während in den 27 EU-Mitgliedsstaaten 250.000 Frauenhausplätze fehlen, sind es in den insgesamt 44 europäischen Staaten rund 54.800 fehlende Plätze. Acht Länder (Österreich, Liechtenstein, Deutschland, Island, Großbritannien, Schweden, Dänemark und Portugal) verfügen zumindest über die Hälfte der notwendigen Frauenhausplätze. In Ungarn, Lettland, Litauen und Weißrussland fehlen Frauenhäuser gänzlich. Darüber hinaus gibt es in vielen Ländern noch immer keine wirksamen und effizienten Gesetze gegen Gewalt in der Familie.

Wie wichtig Frauenhäuser sind, zeigen auch die Zahlen in Österreich: 2010 waren es in Österreich 3.448 Frauen und Kinder, die aufgrund von akuten oder langjährigen Gewalterfahrungen in der Familie ihr eigenes Zuhause aufgeben und in eines der 30 österreichischen Frauenhäuser flüchten mussten. "Wenn Frauenhäuser fehlen, droht betroffenen Frauen und Kindern, die Fortsetzung der Gewaltspirale. Für viele bedeutet das den Tod. Es muss alles getan werden Opferschutz zu verbessern" so Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Christine Tragler, M.A., T: 01/544 08 20 |E: christine.tragler@aoef.at

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