• 26.09.2011, 10:29:21
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Presseaviso: Einladung zur Fachtagung "Europäische Standards gegen Gewalt an Frauen und Kindern"

Wien (OTS) -

Zeit: Mittwoch, 28. September 2011, 09:00 - 17:30 Uhr
Ort: Studio 44 der Österreichischen Lotterien, Rennweg 44, 1030 Wien

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) lädt zur
Fachtagung "Europäische Standards gegen Gewalt an Frauen und Kindern"
ein.

Begrüßung und Beantwortung von Fragen:
Mag.a Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF| T:
0664/7930789
sowie Expertinnen aus Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz
und Liechtenstein

Programm zum Download:
http://www.aoef.at/cms/doc/einladung_tagung_low-res.pdf

Ohne Frauenhäuser und effiziente Gesetze in Europa gibt es kein Ende
der Gewaltspirale

Im Rahmen der Fachtagung der österreichischen Frauenhäuser widmen
sich Expertinnen aus Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz
und Liechtenstein den europäischen Entwicklungen zum Schutz vor
Gewalt an Frauen und Kindern. Ein Thema wird dabei die Ratifizierung
und innerstaatliche Umsetzung der Europaratskonvention - dem
Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
und häuslicher Gewalt (Europaratskonvention CAHVIO) - sein. Wie
können die bestehenden Qualitätsstandards gesichert und erweitert
werden? Welche Angebote und Opferrechte müssen verbessert und
ausgebaut werden und welche Unterstützung benötigen Frauenhäuser für
ihre Arbeit mit betroffenen Frauen und Kindern? Entlang ausgewählter
Artikel der Europaratskonvention werden diese Fragen in drei Panels
bearbeitet: 1) Angebote und Leistungen der Frauenhäuser im
Ländervergleich, 2) Schutz der Kinder vor Gewalt und
Obsorgeregelungen, 3) Politische, ökonomische und rechtliche
Situation von Migrantinnen.

Jährlich suchen Tausende von Frauen und Kindern Hilfe in den knapp
2.000 Frauenhäuser in 44 europäischen Ländern . Wenige dieser Länder
erfüllen die Mindeststandards. In nur sechs Ländern (Luxemburg,
Norwegen, Niederlande, Spanien, Malta und Slowenien) werden die
Mindeststandard von einem Frauenhausplatz pro 10.000 EinwohnerInnen
erfüllt. Während in den 27 EU-Mitgliedsstaaten 250.000
Frauenhausplätze fehlen, sind es in den insgesamt 44 europäischen
Staaten rund 54.800 fehlende Plätze. Acht Länder (Österreich,
Liechtenstein, Deutschland, Island, Großbritannien, Schweden,
Dänemark und Portugal) verfügen zumindest über die Hälfte der
notwendigen Frauenhausplätze. In Ungarn, Lettland, Litauen und
Weißrussland fehlen Frauenhäuser gänzlich. Darüber hinaus gibt es in
vielen Ländern noch immer keine wirksamen und effizienten Gesetze
gegen Gewalt in der Familie.

Wie wichtig Frauenhäuser sind, zeigen auch die Zahlen in
Österreich: 2010 waren es in Österreich 3.448 Frauen und Kinder, die
aufgrund von akuten oder langjährigen Gewalterfahrungen in der
Familie ihr eigenes Zuhause aufgeben und in eines der 30
österreichischen Frauenhäuser flüchten mussten. "Wenn Frauenhäuser
fehlen, droht betroffenen Frauen und Kindern, die Fortsetzung der
Gewaltspirale. Für viele bedeutet das den Tod. Es muss alles getan
werden Opferschutz zu verbessern" so Maria Rösslhumer,
Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser.

Rückfragehinweis:
Mag.a Christine Tragler, M.A., T: 01/544 08 20 |E: [email protected]

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