- 22.09.2011, 14:43:27
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AMA Marketing: "sus" sichert Herkunftskennzeichnung bei Schweinefleisch ab
Blindverkostung zeigt Beliebtheit des Schweinefleisches auf

Wien (OTS) - Mit einem Pro-Kopf-Verzehr von 40 kg ist
Schweinefleisch des Österreichers bevorzugtes Fleisch. Das Schnitzel,
das zu den Lieblingsspeisen in unserem Land zählt, darf deshalb auf
Speisekarten nicht fehlen. Bei einer von der AMA Marketing
durchgeführten Blindverkostung diverser Varianten davon wurden
gestern Abend die Geschmacksnerven auf "die Probe" gestellt und die
Qualitätsausrichtung des heimischen Schweinefleischsektors näher
betrachtet.
Variationen klassisch serviert
Im Rahmen einer Blindverkostung wurden sechs Schnitzelvarianten
präsentiert: Diese ergaben sich nicht nur durch die Art der
Zubereitung, sondern ebenso durch die Wahl des Fleisches. Neben der
österreichischen Standardqualität wurde Fleisch mit dem
AMA-Gütesiegel, aus biologischer Landwirtschaft, aus einem
Markenschweinefleischprogramm und vom Mangalitza Wollschwein
verwendet. Als besondere Herausforderung wurde auch ein
Kalbsschnitzel serviert, welches es zu erkennen galt. Dabei traf die
Jury eine eindeutige Entscheidung: Schweine- schlägt Kalbfleisch.
Besonders gut bewertet wurden die Varianten aus dem
Markenschweinefleischprogramm sowie jene mit AMA-Gütesiegelqualität.
Geschlagen geben mussten sich hingegen das Kalbsschnitzel und jenes
vom Mangalitza Wollschwein, letzteres wurde von der Jury als zu wenig
aromatisch und zu grobfasrig bewertet.
Verantwortung für das Lieblingsfleisch der Österreicher
Österreichische Schweinebauern empfinden den Konsumenten gegenüber
eine hohe Verpflichtung und geben ehrliche Information über die
Herkunft des Fleisches. Nicht umsonst nimmt eine Großzahl der
Schweinebauern an den unterschiedlichen Qualitätssicherungsprogrammen
teil. So werden bereits sechs Markenfleischprogramme - "Donauland
Schwein", "Ilge's Schwein aus Kärnten", "Kärntner Schwein",
"STEIRA-pur", "Tullnerfelder Schwein" und nicht zuletzt die Firma
Rewe mit ihrer "Bauernhofgarantie" - durch das
Rückverfolgbarkeitssystem "sus" der AMA Marketing abgesichert.
Mit "sus" schließt sich eine Systemlücke
Zurzeit existieren bei Schweinefleisch keine gesetzliche
Definition der Herkunft und auch keinerlei rechtliche Vorgaben, an
einem entsprechenden Kennzeichnungssystem teilzunehmen, wie das etwa
bei Rind und Kalb der Fall ist. Mit "sus" wurde ein System
installiert, das die Herkunftskennzeichnung auf allen Stufen durch
entsprechende Kontrollen absichert. Gründe dafür waren neben der
fehlenden allgemeinen Herkunftsdefinition auch diverse internationale
Skandale im Lebensmittelbereich und nicht zuletzt der Wunsch einiger
Marktpartner nach klarer Nachvollziehbarkeit und unabhängiger
Kontrolle von Angaben.
"Herkunft" ist im Rahmen von "sus" so definiert, dass Geburt, Mast
und Schlachtung in ein und demselben Land erfolgen müssen - bei der
Auslobung "Österreich", also in unserer Heimat, gekennzeichnet mit
"AAA" (triple A). Neben der Herkunft können auch einzelne Angaben zur
Qualität (z.B. pH-Wert) und zur Produktionsweise (z.B.
Freilandhaltung, Gentechnikfreiheit) oder zu Markenprogrammen (z.B.
Tullnerfelder Schwein) abgesichert werden. Um Irreführungen
auszuschließen, wird jede einzelne Angabe und Definition von der AMA
Marketing geprüft und genehmigt.
AMA-Gütesiegel bleibt die "Königsklasse"
Wesentlicher Unterschied zwischen einem Kennzeichnungssystem wie
"sus" und dem AMA-Gütesiegel ist folgender: "sus" ist ein reines
Absicherungssystem für Schweinefleisch und gibt selbst keine
konkreten Kriterien vor. Kontrolliert und ausgelobt werden nur die
Kriterien, die individuell mit den Produzenten festgelegt wurden. Für
Produkte mit dem AMA-Gütesiegel hingegen, ist eine ganze Palette von
Qualitäts- und Herkunftskriterien fix vorgegeben. Auch die Kontrollen
beziehen sich auf alle Kriterien, die in den Richtlinien der
jeweiligen Produktgruppe festgelegt sind.
"Lebensmittel mit dem behördlich genehmigten AMA-Gütesiegel
garantieren nachvollziehbare Herkunft und unabhängige Kontrollen.
Bauern, Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie der Handel müssen strenge
Richtlinien kompromisslos einhalten, die von unabhängigen Prüfstellen
kontrolliert werden. Zum Beispiel werden von den zugelassenen
Schlacht- und Zerlegebetrieben höchste Standards hinsichtlich
baulicher Ausstattung, geregelter Arbeits- und Betriebsabläufe sowie
der Hygieneniveaus verlangt. Nur so kann höchste Qualität garantiert
werden", betont Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing.
"Österreichs Bauern bringen Vielfalt auf die heimischen Teller.
Die Schweinebauern wollen auch zukünftig für beste Qualität aus
heimischen Höfen sorgen. Dazu brauchen sie Rahmenbedingungen, die
ihnen das im europäischen Markt ermöglichen", ergänzt Georg
Mayringer, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer
Schweinebauern (VÖS).
Der heimische Markt in Zahlen und Fakten
Tierische Erzeugnisse nahmen im Jahr 2010 einen Produktionswert
von 45,3% des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs ein. Mit rund
11% am Gesamtwert und damit einem Anteil von 25% an der tierischen
Endproduktion hat der Schweinesektor einen bedeutenden Stellenwert in
der österreichischen Landwirtschaft. Die österreichischen
Schweinebauern sind im EU-Vergleich besonders klein strukturiert, das
ermöglicht eine Produktion in geschlossenen Systemen d.h.
Ferkelproduktion und Schweinemast im gleichen Betrieb. Insgesamt lag
der Schweinebestand im Jahr 2010 bei rund 3,13 Mio. Stück und ist
gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich geblieben. Ebenso verhält sich
die Zahl der Schlachtungen. Mit über 5,5 Mio. in Gewerbebetrieben
geschlachteten Tieren im Jahr 2010 zeigte sich ein leichter Anstieg
gegenüber den Jahren zuvor.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
AMA Marketing Mag. Andreas Herrmann, Bereichsleiter Landwirte Rind/Schwein Tel. 01/ 33 151-426, E-mail: [email protected] VÖS - Verband österreichischer Schweinebauern Ing. Georg Mayringer, Geschäftsführer Tel. 01/ 334 17 21-30, E-mail: [email protected]
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