Aufruf zum politischen Engagement per Mausklick

Wien (OTS) -

  • Franz Fischler, Heide Schmidt und Wolfgang Petritsch präsentieren "Respekt.net-Manifest"
  • Demokratie und Engagement statt Stillstand und Ratlosigkeit
  • Projektbörse Respekt.net forciert Projekte gegen Korruption

"Respekt.net ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, die neuen Möglichkeiten der politischen Aktivität im Internet verstärkt zu nutzen", sagt Martin Winkler, Vorstandsmitglied des Vereins Respekt.net, anlässlich des ersten TAG DES RESPEKTs, der am ersten Geburtstag der Online-Projektbörse www.respekt.net gefeiert wird. "Das Mitmach-Internet erleichtert zivilgesellschaftliches und politisches Engagement. Mit wenigen Mausklicks können Projekte, die unsere Gesellschaft voranbringen, auf Plattformen wie www.respekt.net unterstützt werden", so Winkler.

Das heute präsentierte "Respekt.net-Manifest:

Gesellschaftspolitisches Engagement per Mausklick" konkretisiert diese Möglichkeiten und fordert dazu auf, sie auch tatsächlich zu nutzen. Die zwölf Artikel wurden gemeinsam mit prominenten Unterstützern erarbeitet: dem ehemaligen EU-Kommissar Franz Fischler, der Journalistin Elfriede Hammerl, der ehemaligen Politikerin Heide Schmidt, dem Spitzendiplomaten Wolfgang Petritsch sowie dem langjährigen EU-Abgeordneten Johannes Voggenhuber.

Demokratie und Engagement statt Stillstand und Ratlosigkeit

Franz Fischler: "In vielen Politikbereichen herrscht Stillstand und Ratlosigkeit. Respekt.net will innovative Wege aufzeigen, wie wir mit der weiteren Demokratisierung unserer Gesellschaften voran kommen können. Wir bieten Ihnen ein Programm, das offen und transparent ist, das Korruption gar nicht erst entstehen lässt, das aber nur gelingt, wenn möglichst viele mittun."

"Von anything goes zu einer Verantwortungsethik"

Nach Jahren des "anything goes" sei Verantwortungsethik angesagt, meint Wolfgang Petritsch: "Besonders wenn es um Politik und Öffentlichkeit, wenn es um die res publica geht. Nicht alles, was gesetzlich nicht verboten ist, ist bereits erlaubt. In schwierigen Zeiten, wie wir sie heute erleben, wird besonders auf Transparenz zu achten sein - vorbeugende Offenheit und kritische Selbstbefragung tragen zur Verhinderung von Korruption bei und stabilisieren unsere Demokratie."

Wir alle sind mitverantwortlich, dass die Demokratie nicht zerbricht:

Heide Schmidt: "Die Demokratie kann und muss einzelne unanständige, ja straffällige Menschen in ihren politischen Entscheidungsebenen aushalten. Justiz und Rechtsstaat sind dafür da, um mit solchen Übelständen richtig umzugehen. Desinteressierte, lethargische und unsolidarische Bürgerinnen und Bürger kann die Demokratie auf Dauer nicht aushalten. Daran zerbricht sie. Jede(r) von uns ist mitverantwortlich und kann z.B. engagierte Projekte auf Respekt.net auf den Weg bringen."

Korruptionsvorbeugung durch Transparenz und Vernetzung

Respekt.net-Vorstand Winkler: "Nach dem ersten Jahr wollen wir die Plattform www.respekt.net insbesondere auch für Projekte gegen Korruption anbieten. Die Veruntreuung öffentlicher Mittel geht auf Kosten der Allgemeinheit - jeder von uns wird dadurch geschädigt. Korruption ist eine Respektlosigkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und rüttelt an den Grundfesten unserer Gesellschaft. Das beginnt bei politischen Mandatsträgern und reicht über Manager in staatsnahen Betrieben bis in kleine Beamtenbüros. Es umfasst natürlich auch die kommerziellen Auftraggeber und ihre Lobbyisten, die unlautere Vorteile durch Korruption erzielen möchten."
Die Projektbörse Respekt.net erleichtert seit zwölf Monaten das Engagement für eine respektvollere Gesellschaft und ein wertschätzendes Miteinander. Bisher spendeten mehr als 700 Investoren knapp 160.000 Euro und ermöglichten damit die Umsetzung von mehr als 50 Projekten.

"Auf www.respekt.net entsteht ein neues Kraftzentrum der Zivilgesellschaft", sagt Maria Baumgartner, Vorstandsmitglied Respekt.net. "Diese Kraft der engagierten Zivilgesellschaft soll sich nun verstärkt der Korruptionsvorbeugung annehmen." Der Verein Respekt.net geht selbst mit dem Projekt meineabgeordneten.at mit gutem Beispiel voran.

meineabgeordneten.at geht im Oktober online

Ein Beispiel für ein Respekt.net-Projekt, das sich für mehr Transparenz einsetzt: Das Projekt meineabgeordneten.at geht im Oktober online und wird als "Transparenzdatenbank" über Politiker und Politikerinnen deren Funktionen in Vereinen, Unternehmen und Körperschaften, ihre Beteiligungen an Unternehmen sowie ihr Abstimmverhalten aufzeigen.

Informationen über dieses und weitere Projekte auf www.respekt.net.

Über Respekt.net:

Respekt.net ist eine Plattform für gesellschaftspolitisches Engagement, die Menschen mit Ideen mit potenziellen UnterstützerInnen zusammenbringt. Auf der Projektbörse werden wertvolle Projekte schnell und einfach vielen Menschen zugänglich gemacht. So erhöht Respekt.net die Umsetzungschancen guter Ideen zur Verbesserung der Welt. Das Ziel von Respekt.net ist es, Vorhaben zu fördern, mit denen BürgerInnen und Organisationen das private, wirtschaftliche und öffentliche Leben voranbringen.

Seit dem öffentlichen Launch im September 2010 haben rund 730 InvestorInnen knapp 160.000 Euro für Projekte gespendet. Mehr als 170 Projekte wurden bisher bei Respekt.net eingereicht. 53 Projekte wurden bislang erfolgreich finanziert, 36 davon bereits abgeschlossen, 17 werden umgesetzt. 33 Projekte befinden sich in der Finanzierungsphase und suchen Unterstützung. Derzeit hat die Plattform mehr als 1.700 registrierte User.

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