- 19.09.2011, 12:25:56
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Greenpeace: Öttinger übt Kniefall vor Atomlobby
Klarstellung beim informellen Energieminister-Treffen gefordert
Wien (OTS) - Greenpeace kritisiert die Initiative des
EU-Energiekommissars Günther Öttinger, der im morgigen informellen
Energieminister-Treffen der Atomlobby eine Hintertür öffnen will, um
den deutschen Atomausstieg rückgängig machen zu können. Die
Umweltschutzorganisation fordert hier eine Klarstellung dahingehend,
dass ein nationaler Atomausstieg durch eine stärkere Zusammenarbeit
der Netz- und Energiebetreiber auf europäischer Ebene nicht gefährdet
werden kann. "EU-Kommissar Öttinger muss klarstellen, dass unter dem
Deckmantel der Energiesicherheit nationale Atomausstiege nicht
gefährdet werden, sonst würde er sich zum Steigbügelhalter der
Atomkonzerne machen", erklärt Greenpeace-Atomsprecher Niklas
Schinerl. "Vor allem die österreichische Regierung muss sich dafür
einsetzen, dass die Möglichkeit zu solchen Atomausstiegen explizit
festgeschrieben wird", so Schinerl weiter.
Greenpeace begrüßt zwar die Forderung der Europäischen Kommission
und der Mitgliedstaaten, die Zusammenarbeit im Energiebereich zu
verbessern, warnt jedoch davor, dass unter dem Deckmantel der
Energiesicherheit nationale Atomausstiege ausgehebelt werden könnten.
Kritik übt Greenpeace außerdem an den großen europäischen
Energiekonzernen, die bisher vor allem die Förderung der Kernenergie
betrieben haben. Die Modernisierung ihrer Stromnetze im Sinne des
Ausbaus erneuerbarer Energiequellen haben sie bisher geflissentlich
verabsäumt. "Ein rascherer Umstieg auf Erneuerbare Stromgewinnung
wäre möglich, wenn Atomkonzerne wie RWE, E.On oder Vattenfall ihre
Hausaufgaben gemacht hätten. Stattdessen waren diese aber mit
Lobbying und Verzögerungen beim deutschen Atomausstieg beschäftigt",
kritisiert Schinerl. Energiekommissar Öttinger wäre besser beraten,
die Energiekonzerne auf erneuerbare Energiegewinnung einzuschwören,
statt der Atomlobby eine weitere Hintertür für ihre Blockadepolitik
zu öffnen", so Schinerl abschließend.
Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE
Niklas Schinerl, Atomsprecher Greenpeace, +43 664 612 67 04
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, +43 664 612 67 18
mailto:[email protected]
www.greenpeace.at
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