- 19.09.2011, 11:21:40
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Grünewald zu Töchterle: Ein Wissenschaftsminister in der Populismusfalle
Töchterle soll seinen Job machen, anstatt Ressentiments gegenüber Studierenden zu schüren
Wien (OTS) - "Die Drohgebärden von Karlheinz Töchterle sind eines
Wissenschaftsministers und ehemaligen Rektors absolut unwürdig",
kommentiert der Grüne Wissenschaftssprecher, Kurt Grünewald, die
Aussagen von Karlheinz Töchterle, wonach er sich auch eine
Volksbefragung zu Studiengebühren vorstellen könne.
"Wie kann ein Politiker mit einem nur einigermaßen ausgeprägten
demokratischen Grundgefühl ernsthaft eine Mehrheit über eine
Minderheit abstimmen lassen wollen? Was kommt als nächstes? Lassen
wir über einzelne Studienrichtungen abstimmen?" fragt sich Grünewald
und sieht den Minister in der Populismusfalle gefangen.
"Töchterle weiß natürlich, dass laut aktuellen Umfragen die
ÖsterreicherInnen Wissenschaft und Forschung eine vergleichsweise
geringe Bedeutung beimessen. Daran trägt die
Wissenschaftsfeindlichkeit der Bundesregierung Mitschuld. Nun
erdreistet sich der Wissenschaftsminister auch noch, aus diesem
Versagen der Regierung Profit zu schlagen", ist Grünewald empört.
Rund 20 Prozent der Studierenden leben derzeit an der Armutsgrenze.
Mehr als 60 Prozent müssen sich ihren Lebensunterhalt durch
zusätzliche Arbeit verdienen und studieren daher weitaus länger.
"Studieren ist Arbeit und der Staat profitiert von seinen
AkademikerInnen immens. Die Studierenden brauchen daher unsere
Unterstützung anstatt gezielte Anfeindungen aus der ÖVP. Eine
Abstimmung über Studiengebühren kommt jedenfalls einem kalkulierten
Faustrecht nahe. Töchterle soll seinen Job wieder ernst nehmen,
anstatt Ressentiments gegenüber Studierenden zu schüren ", meint
Grünewald.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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