- 15.09.2011, 12:54:01
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FMA-Bericht zum 2. Quartal 2011 der österreichischen Versicherungswirtschaft:
Leichter Prämienrückgang gegenüber erstem Halbjahr 2010.
Wien (OTS) - Österreichs Versicherungswirtschaft hatte im 2.
Quartal 2011 - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum - einen leichten
Prämienrückgang zu verzeichnen. Die verrechneten Prämien - ohne
Einbeziehung der übernommenen Rückversicherung - beliefen sich auf
Euro 3,95 Mrd. Das bedeutet ein Minus gegenüber dem
Vorjahres-Vergleichszeitraum von 2,87%. Das versicherungstechnische
Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 56,85% auf Euro
379 Mio. verbessert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EGT) für das 2. Quartal 2011 spiegelte die
positive Entwicklung auf versicherungstechnischer und
kapitalanlagenbezogener Ebene wider. Gegenüber dem Vorjahresniveau
ist es um 269% auf Euro 1.028 Mio. gestiegen. Dies geht aus dem heute
von der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA veröffentlichten Bericht über
das 2. Quartal der heimischen Versicherungsunternehmen hervor.
Die Geschäftsentwicklung war in den einzelnen Bilanzabteilungen
sehr unterschiedlich. Während die verrechneten Prämien in der
Krankenversicherung (+3,58%) sowie der Schaden- und
Unfallversicherung (+4,56%) zulegten, war bei den
Lebensversicherungen (inkl. Fonds- und indexgebundene
Lebensversicherungen) ein Minus von 11,23% zu verzeichnen. Der
Rückgang kam überwiegend aus der fonds- und indexgebundenen
Lebensversicherung, wo die verrechneten Prämien im Jahresvergleich um
34,4% fielen. Ursache dafür war eine Änderung der steuerlichen
Behandlung des Einmalerlagsgeschäftes. Sofern nicht laufende, im
Wesentlichen gleichbleibende Beitragszahlungen vereinbart sind, die
Laufzeit des Vertrages weniger als 15 Jahre beträgt, besteht nunmehr
volle Einkommenssteuerpflicht auf die Erträge aus der Differenz
zwischen den eingezahlten Versicherungsbeiträgen und der
Versicherungsleistung. Dadurch schrumpfte das Einmalerlagsgeschäft um
beinahe 70 %.
Die Summe des verwalteten Vermögens heimischer
Versicherungsunternehmen betrug per Ende Juni 2011 Euro 93,6 Mrd.
Gegenüber dem Vorquartal bedeutete das einen Zuwachs von 0,65%. Die
stillen Nettoreserven erhöhten sich im Vergleich zum 1. Quartal -
getrieben durch den Rückgang des Zinsniveaus - überproportional um
35,8%. Sie erreichten einen Wert von Euro 8,89 Mrd.
Die Kernaktienquote (Aktien notiert, Aktienfonds, Aktienrisiko in
gemischten Fonds) hat sich im zweiten Quartal 2011 kaum verändert und
lag bei 3,96%. Gleiches galt auch für die erweiterte Aktienquote, die
zusätzlich nicht notierte Aktien, strukturierte Schuldverschreibungen
ohne Kapitalgarantie und strukturierte Darlehen ohne Kapitalgarantie
umfasst. Deren Wert lag bei 16,19%.
Den gesamten Quartalsbericht finden Sie auf der FMA-Website unter:
http://www.ots.at/redirect/fma .
Rückfragehinweis:
Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
+43/(0)1/24959-5106
+43/(0)676/882 49 516
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