ÖH zu Töchterle: Beihilfen gegen Studiengebühren ist ein zynischer Abtausch

Es braucht einen echten Ausbau des Beihilfensystems für Studierende

Wien (OTS) - Scharfe Kritik der ÖH Bundesvertretung erntet der Vorschlag von Wissenschaftsminister Töchterle, die Studiengebühren wieder einzuführen und im Gegenzug die Beihilfen für Studierende auszubauen. "Es ist ein zynischer Abtausch, wenn Töchterle bei den Studierenden abkassiert und ihnen im Gegenzug einen Bruchteil als Beihilfe wieder abgibt. Gerade wurde zehntausenden Studierenden die Familienbeihilfe gestrichen - Studiengebühren wären da die nächste unerträgliche Belastung", so Peter Grabuschnig, ÖH-Generalsekretär.

"Die OECD hat uns darauf hingewiesen, dass wir mehr Studierende brauchen. Mit Einführung der Studiengebühren haben 45.000 Studierende ihr Studium abgebrochen - sie konnten es sich nicht mehr leisten. Finanzielle Gründe sind der häufigste Grund für den Studienabbruch", so Angelika Gruber vom ÖH-Vorsitzteam. "Anstatt Studiengebühren braucht es endlich die öffentliche Ausfinanzierung der Universitäten und einen echten Ausbau des Beihilfensystems, damit Studieren wieder leistbar wird - alles andere wäre kurzsichtig", so Gruber weiter.

"Die Reform des Beihilfenwesens ist überfällig: Lediglich 18% der Studierenden erhalten durchschnittlich 230 Euro im Monat - das reicht nicht zum Leben. Außerdem wurde die Studienbeihilfe seit Jahren nicht an die Inflation angepasst", so Martin Schott vom ÖH-Vorsitzteam. "Töchterle darf die ÖH, die im ständigen Kontakt mit den betroffenen Studierenden steht, dabei aber nicht vor vollendete Tatsachen stellen", so Schott abschließend.

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