ÖH zu OECD-Studie: Klare Absage an Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen

Österreich benötigt für den tertiären Bildungssektor verpflichtenden Budgetpfad auf 2% des BIP

Wien (OTS) - Die heute von der OECD präsentierte Bildungsstudie "Education at a glance" stellt Österreich für den Tertiärbereich ein alarmierendes Zeugnis aus. "Österreich hinkt sowohl bei der Zahl der StudienanfängerInnen als auch bei den AbsolventInnen dem OECD-Schnitt hinterher", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung. "Wir brauchen jetzt endlich die Ausfinanzierung der Hochschulen und eine angemessene finanzielle Absicherung der Studierenden - bleibt die Regierung weiter untätig, werden wir noch weiter zurückfallen", so Wulz weiter.

"Den Studiengebühren-Plänen von Minister Töchterle hat die Studie jedenfalls eine klare Absage erteilt. Studiengebühren sind eine zusätzliche finanzielle Hürde, mit der sich viele Menschen ihr Studium nicht mehr leisten könnten - schon jetzt leben 65% der Studierenden unter der Armutsgrenze. Dem Ziel, die AkdademikerInnenquote zu steigern, stehen Gebühren wie auch Zugangsbeschränkungen jedenfalls diametral entgegen", so Peter Grabuschnig, ÖH-Generalsekretär.

"Rundherum wird investiert - nur in Österreich stagniert das Hochschulbudget seit 1995. Offensichtlich muss man die Regierung an ihre eigenen Aussagen erinnern. Denn seit Jahren bekennt sie sich zur Erhöhung des Hochschulbudgets auf 2% des BIP - doch passiert ist bis jetzt nix", so Angelika Gruber vom ÖH-Vorsitzteam. "Das 2%-Ziel darf kein Lippenbekenntnis bleiben - der Bildungshut brennt Lichterloh", so das Vorsitzteam abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Georg Garstenauer, Pressesprecher
Tel.: 0676 888 52 211
georg.garstenauer@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001