Grünewald fordert Töchterle zur Abkehr vom Neoliberalismus in der Uni-Politik auf

Grüne: Töchterle spielt Unis gegeneinander aus. Dabei verlieren Alle.

Wien (OTS) - "Ich bin entsetzt, dass nur mehr die Gesetze des Marktes über die Zahl der Studierenden in Österreich entscheiden sollen", kommentiert der Grüne Wissenschaftssprecher, Kurt Grünewald, die derzeitige Diskussion über die Studiengebühren, die nach Vorschlag Töchterles von den Unis selbst eingehoben werden sollen. Grünewald fordert die Abkehr von der Neoliberalisierung des Unisektors: "Eine österreichweite "Gesamt-Lösung", um mehr junge Menschen an die Unis zu holen, muss her. Nur so können wir es schaffen, an den OECD Schnitt aufzurücken."

"Wie sollen mehr Menschen studieren können, wenn der Wettbewerb um 'teure' und 'billige' Fächer durch autonom einzuhebende Studiengebühren entscheidet?" fragt sich Grünewald. Die Folgen dieser Standort-Unterschiede wären, so Grünewald, nicht vorhersehbar. "Damit spielt Töchterle die Unis gegeneinander aus. Dabei verlieren Alle."

Grünewald begrüßt die von Töchterle angekündigte Uni-Milliarde. Er erinnert jedoch an das ursprüngliche Ziel der Regierung, die Mittel für den tertiären Bildungssektor auf zwei Prozent des BIP bis 2020 anzuheben: "Mit der angekündigten Milliarde bis 2015, ist dieses Ziel sicher nicht zu erreichen." Auch mit seiner niedrigen AkademikerInnenquote ist Österreich meilenweit vom OECD-Schnitt entfernt. Das bestätigt einmal mehr die heute veröffentlichte OECD-Studie vom Jahr 2011.

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