• 13.09.2011, 09:37:59
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Tierschutzblockade des Landwirtschaftsministeriums bereits 27 Stunden!

Entgegen anderslautender Berichte konnte die Polizei gestern abend die Blockade nicht auflösen, 8 TierschützerInnen sind noch immer in 4 Eingangstore gekettet

Wien (OTS) - So leicht lassen sie sich nicht vertreiben. Trotz
Großaufgebot der WEGA gestern sind jetzt, nach 27 Stunden, noch immer
8 TierschützerInnen an 4 Eingangstore gekettet und versperren damit
den ringseitigen Zugang zum Landwirtschaftsministerium. Die Polizei
bewachte die ganze Nacht die Umgebung der AktivistInnen mit
Absperrgittern. Doch Unterstützung kam von unerwarteter Seite:
Mitarbeiterinnen des Ministeriums warteten mit einem reichhaltigen -
vegetarischen - Frühstück auf, die Grüne Tierschutzsprecherin
Christiane Brunner brachte in der Früh Kaffee. Es konnte beobachtet
werden, dass die freundlichen Ministeriumsangestellten nach ihrem
Kontakt zu den TierschützerInnen von Verantwortlichen des
Ministeriums zur Rede gestellt wurden.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch ist ebenfalls bereits 27 Stunden
vor Ort: "Wir sind und bleiben hier, weil wir die große Mehrheit der
Menschen im Land hinter uns wissen. Die vielen Sympathiebekundungen
von PassantInnen sprechen eine deutliche Sprache, ebenso wie die
Freundlichkeit sogar von Angestellten des Ministeriums, die volles
Verständnis für unsere Position haben. Landwirtschaftsminister
Berlakovich braucht nicht glauben, dass sein Totschweigen die Lösung
des Problems ist. Außer einem einzigen Gespräch mit
Gesundheitsminister Stöger Ende Juli 2011, bei dem er lediglich die
Vorgaben der Schweineindustrie weitergab und keinerlei eigene Meinung
äußerte, hat Berlakovich die Causa - immerhin geht es laut
Volksanwaltschaft um einen Bruch der Verfassung - völlig ignoriert.
Das ist eines Ministers unwürdig. Das Gesundheitsministerium
bestätigte erneut, dass es bisher keinen einzigen ernsthaften
Vorschlag zur Einschränkung der Kastenstandhaltung im Abferkelgitter
seitens der Landwirtschaft gegeben hat. Solange Berlakovich dazu
nicht bereit ist, werden wir nicht gehen. Selbst ein Großeinsatz der
WEGA konnte uns bisher nicht vertreiben. Der Landwirtschaftsminister
muss sich auf einen heißen Herbst einstellen, sollte er weiter die
Mehrheit im Land zum Narren halten, die Verfassung ignorieren und die
Ergebnisse der Nutztierwissenschaft, dass die freie Buchtenhaltung
ohne Kastenstand viel tierfreundlicher ist, aus propagandistischen
Gründen ins Gegenteil verkehren."

Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch, 0676-7203954

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