• 12.09.2011, 09:40:24
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Strache: Griechenland: Ein Ausschluss aus der Währungsunion ist kein Tabu mehr

Im Gegensatz zur österr. Bundesregierung zeigt deutsche Krisenpolitik nötige Ansätze zur Flexibilität und einer Abkehr vom falschen Weg, niemanden aus der Eurozone zu entlassen

Wien (OTS) - Wie der heutige "Spiegel" berichtet, wird nun auch
seitens des deutschen Finanzministers Schäuble ein Szenario
erarbeitet, wonach das schwer angeschlagene Griechenland etwa in
einen geordneten Staatsbankrott geführt werde solle und die alte
Drachme als Währung wieder zum Einsatz kommen könnte.
FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache untermauert, dass ein Rückzug
Griechenlands aus der Währungsunion bereits mit Beginn der
Griechenlandkrise von den Freiheitlichen als gangbare Option immer
wieder genannt worden sei. Griechenland habe sich entgegen den
Einschätzungen - auch der österreichischen Regierungsverantwortlichen
- letztendlich als Fass ohne Boden erwiesen, was in ungeheurer
Ignoranz anscheinend auch jetzt noch von SPÖ und ÖVP in absoluter
Blindheit und Ignoranz nicht gesehen werde. Im Gegensatz dazu zeige
die deutsche Krisenpolitik jetzt wenigstens die notwendige
Flexibilität, um vom bisherigen falschen Weg, niemanden aus der
Eurozone zu entlassen, abzuweichen.

"Griechenland verfügt kaum über nennenswerte Exportgüter", so
Strache. "Um seinen Importbedarf, etwa Rohstoffe, zu finanzieren
bleibt ihm daher als Leitsektor der Tourismus. In Verbindung mit
einem stets mehr aufwertenden Euro - das bedeutet umgekehrt mit immer
stärker abwertenden Währungen seiner Konkurrenten wie etwa der
Türkei, Kroatiens oder Ägyptens - wird das Land als
Urlaubsdestination relativ immer teurer." Ohne dramatisch ansteigende
Qualität sei das Preisniveau aber nicht zu halten - die Nachfrage
breche sukzessive ein. Was daraus resultierte, seien Unterauslastung,
Arbeitslosigkeit, sinkenden Einkommen und so weiter. In letzter
Konsequenz führe dies zu einer rasant ansteigenden
Staatsverschuldung.

Durch Wiedereinführung und Abwertung der Drachme würde Griechenland
als Destination attraktiver und bekäme Geld ins Land, erklärt
Strache. Gleichzeitig würden ausländische Produkte relativ teurer,
sodass die Nachfrage nach ihnen sinkt, wenn es sich nicht gerade um
unbedingt nötige Rohstoffe oder dergleichen handelt. "In Summe kommt
die Leistungsbilanz in ein Gleichgewicht - auf einem niedrigeren
Niveau zwar, aber immerhin. Und nur so kann sich das Land
stabilisieren", hält Strache abschließend fest. Daher forciere die
FPÖ schon seit etlichen Monaten genau diesen Ansatz, der sich in
immer höherem Maße als richtig heraus stelle.

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