LH Dörfler: Krsko muss geschlossen werden - Erneuerbare Energiequellen sind die Zukunft

Kärnten fordert in Resolution erneut Schließung des slowenischen AKW Krsko und beschließt Staatszielbestimmung in der Landesverfassung zu erneuerbaren Energiequellen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Landeshauptmann Gerhard Dörfler kündigt heute, Montag, erneut eine Resolution zur Schließung des Atomkraftwerkes Krsko an. Nicht zuletzt die Katastrophe rund um Fukushima habe gezeigt, dass ein AKW nie gefahrlos zu betreiben ist und welche massiven Auswirkungen Erdbeben in diesem Zusammenhang haben können. Selbst wenn Anlagen nach dem neuesten Stand der Technik betrieben werden, bleibt die Gefahr, dass Maximalabschätzungen bei der Auslegung von Sicherheitsstandards von der Realität übertroffen werden. "Ein europaweiter Ausstieg aus der Atomenergie ist der einzige Weg sicherzustellen, dass eine ähnliche Katastrophe nicht auch direkt vor unserer Haustür passiert", betont Dörfler.

Das AKW Krsko liegt nachweislich auf einer Erdbebenlinie und gilt somit als besonders gefährdet für nukleare Katastrophen. "Ich habe mich in Gesprächen mit Risikoforscher und "Krsko-Kenner" Univ. Prof. Wolfgang Kromp umfassend über die Risiken und Folgen eines Erdbebens in der Region informiert und fordere daher die Bundesregierung erneut auf, sich mit allen Mitteln gegen den geplanten Ausbau Krskos zur Wehr zu setzen und sich für die Schließung des AKWs in diesem Erdbebengebiet einzusetzen", appelliert der Landeshauptmann.

Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Europas bekennt sich Kärnten seit Jahren zur Nutzung von erneuerbaren Energien und beschließt in der morgen, Dienstag, stattfindenden Regierungssitzung daher die Aufnahme einer Staatszielbestimmung in die Kärntner Landesverfassung. "Die Aufnahme dieser Zielbestimmung in die Landesverfassung ist ein klares Bekenntnis zum Ausbau der erneuerbaren Energie und gewährleistet, dass auch in Zukunft die Energieversorgung in Kärnten ohne Atomstrom, umweltschonend und nachhaltig sichergestellt ist", erklärt Dörfler. Er fordert gleichzeitig die Nachbarländer auf, sich an Kärnten ein Beispiel zu nehmen.
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