- 31.08.2011, 12:56:18
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Greenpeace-Erfolg: Adidas steigt aus Geschäft mit "schmutziger Wäsche" aus
Weltweit zweitgrößter Sportartikelhersteller will künftig ohne gefährliche Chemikalien produzieren
Wien/Barcelona/Peking (OTS) - Nach Puma und Nike reagiert nun auch
Adidas auf die Forderungen von Greenpeace und "entgiftet" seine
Produkte. Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller hat sich
öffentlich dazu bekannt, bis zum Jahr 2020 aus der Verwendung
gefährlicher Chemikalien entlang der gesamten Lieferkette sowie des
gesamten Produktlebenszyklus aller Produkte auszusteigen. Eine Woche
nach der Veröffentlichung des zweiten Greenpeace-Reports über
"Schmutzige Wäsche" und den vorausgegangenen weltweiten
Protestaktionen beugt sich auch Adidas dem Druck und folgt dem
Beispiel der Sportartikelhersteller Puma und Nike, die sich bereits
für eine "giftfreie" Zukunft entschieden haben.
"Dass sich nun auch Adidas entschlossen hat, aus dem Geschäft mit
'schmutziger Wäsche' auszusteigen, ist ein wichtiger Schritt in die
richtige Richtung. Adidas liegt nach leichten Startschwierigkeiten
nun mit Puma und Nike im Rennen um eine giftfreie Zukunft gleichauf.
Greenpeace wird alles daran setzen, alle drei Markenproduzenten
weiter anzuspornen und dafür zu sorgen, dass ihnen nicht auf halber
Strecke die Luft ausgeht", so Greenpeace-Konsumentensprecherin
Claudia Sprinz.
Nachdem Greenpeace zwei internationale Reports über Giftstoffe in der
Textilproduktion veröffentlicht und KonsumentInnen weltweit zum
Protest aufgerufen hatte, setzt nach Puma und Nike nun mit Adidas
bereits der dritte Sportartikelhersteller einen entscheidenden
Schritt und verbannt Chemikalien, die sich in der Nahrungskette
anreichern und langlebig sowie hormonell wirksam sind, aus seiner
Produktions- und Lieferkette. Darüber hinaus hat Adidas zugestimmt,
sich verstärkt dem Konsumentenrecht auf Information zu widmen.
Zukünftig will das Unternehmen volle Transparenz hinsichtlich aller
Chemikalien bieten, die von den Fabriken seiner Zulieferbetriebe
freigesetzt werden. Der Umsetzungsplan soll laut Adidas innerhalb der
nächsten sieben Wochen vorgelegt werden. Das Unternehmen hat
ausdrücklich festgelegt, an einem Ansatz mitzuarbeiten, der nicht nur
das eigene Unternehmen betrifft, sondern quer über die Branche gehen
soll.
"Drei der größten Sportartikelhersteller haben durch ihre
öffentlichen Verpflichtungen erste Schritte für eine giftfreie
Zukunft gesetzt. Nun ist es an der Zeit, dass auch andere
Textilproduzenten die Herausforderung annehmen und mehr Transparenz
in die gesamte Textilbranche bringen, um den Ausstieg aus
gefährlichen Chemikalien voran zu treiben", so die
Greenpeace-Konsumentensprecherin. Infolge der Veröffentlichung des
zweiten Greenpeace-Berichts über "schmutzige Wäsche" haben sich
bereits weitere Textilproduzenten dafür entschieden, erste Schritte
für eine "giftfreie" Zukunft zu setzen. Greenpeace wird in den
nächsten Wochen Gespräche mit Lacoste, G-Star Raw, Uniqlo und der
chinesischen Sportmarke Li Ning führen.
Den zweiten Greenpeace-Report über "Schmutzige Wäsche" finden Sie zum
Download unter http://marktcheck.greenpeace.at/detox2.html
Bildmaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage (mail to:
[email protected]) zu.
Rückfragehinweis:
Claudia Sprinz Konsumentensprecherin Greenpeace Tel: +43 (0)664 61 26 731 Melanie Aldrian Pressesprecherin Greenpeace Tel: +43 (0)664 61 26 725 www.greenpeace.at
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