• 31.08.2011, 12:00:32
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LH Dörfler: Ja zur Schuluniform, nein zu "Markendruck"

Einheitliche Schulkleidung bringt Wir-Gefühl und finanzielle Entlastung für Eltern - Auch Bildungsreferent LHStv. Scheuch sieht Schuluniform positiv

Klagenfurt (OTS/LPD) - Landeshauptmann Gerhard Dörfler begrüßt die
Diskussion rund um die Schuluniform. Der Markenzwang sei sehr stark,
daher sei die Einführung der Schuluniform sinnvoll und zu
unterstützen, erklärte der Landeshauptmann. Es bestehe großer Druck,
Modetrends mitzumachen. Viele Eltern könnten sich Markenware für ihre
Kinder finanziell nicht oder kaum leisten, würden aber Druck durch
ihre Kinder bzw. deren Mitschüler erleben.

Eine Schuluniform würde diesen Markenzwang beenden und damit auch
viele Eltern finanziell entlasten. Die Bewertung nach der
finanziellen Situierung der Eltern aufgrund der Kleidung sollte es
jedenfalls nicht geben. Besondere Kleidungsstücke würden aber als
Statussymbol gelten. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sei eine
einheitliche Schuluniform eine wichtige Maßnahme. Die einheitliche
Schulkleidung sorge für ein Wir-Gefühl, könne den Teamgeist und die
Identität der einzelnen Schule stärken, betonte Dörfler. Nicht
umsonst seien beispielsweise im Sportbereich die Dressen von
Top-Fußballteams überaus begehrt. Einheitliche Schulkleidung könnte
modisch aussehen und deren Design in Wettbewerben von Modeschulen
angeregt und entworfen werden, sagte Dörfler.

Er hofft, dass sich immer mehr Eltern, Lehrer bzw. Schulforen für die
Schuluniform und gegen "Markendruck" aussprechen. Mehrere Kärntner
Schulen, wie CHS und Kärntner Tourismusschule (in Villach), setzen
bereits auf einheitliche Kleidung und sehen diese auch als positives
Argument für das eigene Profil "ihrer" Schule bzw. ihres
Schulstandortes, so Dörfler.

Auch Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch kann Schuluniformen durchaus
etwas Positives abgewinnen. "Schuluniformen entschärfen den
Markenwettstreit der Jugendlichen und damit zusammenhängende
Hänseleien. Außerdem wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und der
Gedanke, dass keiner besser ist als der andere, auch nach außen hin
gezeigt." Scheuch kann sich für die Gestaltung der Uniformen eine
starke Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler in Form eines
Wettbewerbs vorstellen. "Das würde die Akzeptanz stärken und wäre ein
Zeichen der Wertschätzung der Kreativität der Kids."
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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