1 Million Euro Förderpreisefür Projekte zur Vorbeugung von Schlaganfällen durch Vorhoffflimmern

Paris, Frankreich und Ingelheim, Deutschland (OTS) - - Mehr als zwei Millionen Stimmen nach Aufruf von Schauspielerin Jane Seymour

- Globale Aufklärungsinitiative 1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall unterstützt 32 Projekte auf der ganzen Welt

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Paris wurden gestern Abend die 32 Gewinner der globalen Aufklärungsinitiative
1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the Heart of Stroke) bekannt gegeben. Die Öffentlichkeit hatte die Siegerprojekte im Internet gewählt; ein Expertengremium nominierte zusätzliche unterstützenswerte Initiativen. Die Gewinner erhalten nun Förderpreise in einer Gesamthöhe von 1 Million Euro zur Realisierung ihrer Projekte. Diese verfolgen das gemeinsame Ziel, bis zu 1 Million Schlaganfälle zu verhindern, die durch Vorhofflimmern bedingt sind. Weltweit unterstützen über 45 Organisationen die Initiative 1 Mission 1 Million, die von Boehringer Ingelheim finanziell gefördert wird.

Die bekannte Schauspielerin Jane Seymour, Botschafterin von 1 Mission 1 Million, kommentierte den Ausgang der Abstimmung: "Ich freue mich sehr, dass so viele Länder einen Nutzen aus dieser Initiative ziehen können. Ich bin aus sehr persönlichen Gründen an 1 Mission 1 Million beteiligt: Meine Mutter erlitt einen Schlaganfall, der auf Vorhofflimmern zurückzuführen war. Durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle können entsetzliche Folgen haben und ich bin stolz, einen Beitrag zu dieser Initiative leisten zu können. Diese Projekte werden bei Menschen, die an Vorhofflimmern leiden, und deren Familien, wirklich etwas bewegen."

Zu den Preisträgern zählen Einzelpersonen, Patienten- und Berufsverbände sowie Gesundheitszentren aus 18 verschiedenen Ländern (s. Abb.). Die prämierten Projekte umfassen u. a. die Entwicklung einer iPhone App, mit der man einen unregelmäßigen Herzschlag feststellen kann, die Produktion eines Videos zur Aufklärung über das Krankheitsbild, die lokale Bereitstellung einer EKG-Überwachung sowie eine Social-Media-Plattform, die zur aktiven Vorbeugung eines Schlaganfalls motiviert.

"Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und verursacht jährlich bis zu drei Millionen Schlaganfälle weltweit. 1.-6. Zudem kommt es bei etwa jedem vierten Menschen ab 40 Jahren im Laufe seines Lebens zu Vorhofflimmern - eine erschreckend hohe Zahl! 7.

Die Bekanntgabe der Gewinner ist lediglich der Anfang. Die ausgewählten Projekte sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg, durch Vorhofflimmern bedingten Schlaganfällen vorzubeugen, und haben das Potenzial, überall auf der Welt Menschenleben zu retten", so Professor John Camm, ein Mitglied des Expertengremiums von 1 Mission 1 Million.

Die Projektvorschläge, die Einzelpersonen, Patienten- und Berufsverbände sowie Gesundheitszentren aus 36 Ländern vor zwölf Monaten unter www.heartofstroke.com und den diversen lokalen Seiten (in Österreich: www.herzenssache-schlaganfall.at) eingereicht hatten, wurden von einem Gremium führender Experten auf dem Gebiet des Vorhofflimmerns geprüft, bevor die Öffentlichkeit dazu eingeladen wurde, online über die 184 Projekte abzustimmen. 2 dieser Projekte kamen aus Österreich. Das Ziel der Abstimmung bestand darin, die Projekte zu ermitteln, die nach Ansicht der Öffentlichkeit das größte Potenzial haben, einen Beitrag zur Prävention von durch Vorhofflimmern bedingten Schlaganfällen zu leisten. Insgesamt wurden mehr als zwei Millionen Stimmen abgegeben, was zeigt, welch großen Anklang diese Initiative bei der Öffentlichkeit gefunden hat.

Ein Überblick über die Projekte der Gewinner und nützliche Informationen zu den Risikofaktoren für einen Schlaganfall durch Vorhofflimmern sowie Unterstützung und Beratung für Menschen, bei denen diese Erkrankung diagnostiziert wurde, stehen unter www.herzenssache-schlaganfall.at zur Verfügung.

Anmerkungen für die Presse

Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung weltweit: Bei circa 25 Prozent aller Menschen ab 40 Jahren kommt es im Laufe ihres Lebens zu Vorhofflimmern. 1.,7. Vorhofflimmern ist gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Herzschlag, häufig mit einer zu schnellen oder zu langsamen Herzfrequenz. 8. Menschen mit Vorhofflimmern haben ein bis zu fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko im Vergleich zu Menschen ohne Vorhofflimmern. Durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle sind tendenziell schwerwiegender als andere Schlaganfälle und gehen häufig mit einem stärkeren Behinderungsgrad einher. 3. - 5.,9. Viele durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle könnten vermieden werden, aber viele Menschen sind sich ihres Risikos nicht bewusst und unternehmen keine aktiven Schritte zur Schlaganfallprävention. 10.

1 Mission 1 Million

1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the Heart of Stroke) ist die erste Aufklärungsinitiative ihrer Art. Sie wird von führenden Gesundheitsexperten und Patientenorganisationen unterstützt - darunter AntiCoagulation Europe, die Atrial Fibrillation Association, die Stroke Alliance for Europe (SAFE) und die World Heart Federation. Boehringer Ingelheim fördert 1 Mission 1 Million finanziell. Die weltweit von medizinischem Fachpersonal und Organisationen eingereichten Projektvorschläge wurden von einem Gremium führender Experten auf dem Feld des Vorhofflimmerns geprüft und die Öffentlichkeit war vom 22. März bis zum 22. Juni 2011 eingeladen, online darüber abzustimmen. Die Mitglieder des Expertenausschusses bestimmen auch sieben Sonderpreise, die "Expertenwahl" heißen - Projekte, die nach Meinung der Experten eine spezielle Anerkennung verdienen. Es standen insgesamt 32 Förderpreise von 10.000 Euro bis 100.000 Euro in einer Gesamthöhe von 1 Million Euro zur Verfügung.

Die Unterstützer der Kampagne

1 Mission 1 Million - Herzenssache Schlaganfall (Getting to the Heart of Stroke) wird von über 45 Organisationen weltweit unterstützt. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die vier globalen Unterstützer unserer Initiative.

AntiCoagulation Europe
www.anticoagulationeurope.org

Als eine führende gemeinnützige Organisation in Europa, die sich für die Thromboseprophylaxe einsetzt, sehen wir '1 Mission 1 Million' als eine herausragende Möglichkeit, uns mit anderen Organisationen zusammenzuschließen, um gemeinsam dazu aufzurufen, die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern zur verbessern.

Atrial Fibrillation Association
www.atrialfibrillation.org.uk

Die AFA beteiligt sich an '1 Mission 1 Million', da wir uns als die Stimme von Patienten mit Vorhofflimmern, ihren Betreuungspersonen und medizinischem Fachpersonal auf diesem Gebiet dafür einsetzen, die Gesundheit, das Wohlbefinden und damit auch das Leben von Menschen, die unter dieser beeinträchtigenden Erkrankung leiden, zu verbessern. Viele Patienten beschreiben Vorhofflimmern als eine Krankheit, die 'ihnen das eigentliche Leben raubt'.

Stroke Alliance for Europe (SAFE)
www.safestroke.org

Die Stroke Alliance for Europe (SAFE) ist stolz darauf, '1 Mission 1 Million' zu unterstützen. Diese wertvolle Initiative wird die öffentliche Wahrnehmung von Vorhofflimmern als einen der versteckten Risikofaktoren für Schlaganfälle verbessern. Es werden nicht immer die angemessenen Behandlungsoptionen für Patienten mit Vorhofflimmern angewendet und das Bewusstsein für dieses Problem ist in der Öffentlichkeit zurzeit extrem niedrig. Wenn Vorhofflimmern ganz oben auf der Tagesordnung bei Medizinern steht, wird das Verständnis in der Allgemeinheit und bei Ärzten zunehmen, so dass ein wirksameres Management der Erkrankung möglich wird.

World Heart Federation
www.worldheart.org

Das Vorhofflimmern entwickelt sich zunehmend zu einem Problem der öffentlichen Gesundheit, das nicht nur die betroffenen Patienten, sondern auch ihre Familien beeinträchtigt und zudem nationale Gesundheitssysteme belastet. Untersuchungen zeigen jedoch, dass das Bewusstsein und das Verständnis für diese Krankheit nur gering ausgebildet sind. Die World Heart Federation unterstützt die Initiative '1 Mission 1 Million' und ihr Ziel, mehr Aufmerksamkeit auf diese ernstzunehmende Krankheit zu lenken, deren Folgen verheerende Auswirkungen für die betroffenen Patienten und Gesundheitssysteme haben kann.

Boehringer Ingelheim

Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 42.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.

Im Jahr 2010 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von rund 12,6 Mrd. Euro. Fast 24 Prozent der Umsätze aus dem größten Segment (Verschreibungspflichtige Arzneimittel) investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.

Referenzen

1. Stewart S, Murphy N, Walker A, et al. Cost of an emerging epidemic: an economic analysis of atrial fibrillation in the UK. Heart 2004; 90:286-92. 2. Atlas of Heart Disease and Stroke, World Health Organization, September 2004. Viewed March 2011 at www.who.int/cardiovascular_diseases/en/cvd_atlas_15_burden_stroke.pdf 3. Wolf PA, Abbott RD, Kannel WB. Atrial fibrillation as an independent risk factor for stroke: the Framingham Study. Stroke 1991; 22(8):983-8. 4. Lin HJ, Wolf PA, Kelly-Hayes M, et al. Stroke severity in atrial fibrillation: the Framingham study. Stroke 1996; 27:1760-4. 5. Kannel WB & Benjamin EF. Status of the epidemiology of atrial fibrillation. Med Clin North Am 2008;92:17-40. 6. Marini C, De Santis F, Sacco S, et al. Contribution of atrial fibrillation to incidence and outcome of ischaemic stroke: results from a population-based study. Stroke 2005; 36:1115-9. 7. Lloyd-Jones DM, Wang TJ, Leip EP, et al. Lifetime risk for development of atrial fibrillation: the Framingham Heart Study. Circulation 2004; 110:1042-6. 8. Goodacre S, et al. ABC of clinical electrocardiography. Atrial arrhythmias. Br Med J 2002; 324:594-7. 9. Kelly-Hayes M, et al. The influence of gender and age on disability following ischemic stroke: The Framingham Study. J Stroke Carebrovasc Dis 2003; 12:119-266. 10. Hart GR, et al. Meta-analysis: Antithrombotic therapy to prevent stroke in patients who have nonvalvular atrial fibrillation. Ann Intern Med 2007; 146:857-67.

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