- 30.08.2011, 12:41:28
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LR Prettner: Atomlobby mit neuen, scharfen Gesetzen in Knie zwingen
Sloweniens Ausbaupläne für Krsko dürfen nicht Wirklichkeit werden - Neues EU-weites Regulativ könnte Atomstrom unrentabel machen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Nicht locker lassen will Kärntens
Umweltlandesrätin Beate Prettner in der Diskussion um die bekannt
gewordenen Pläne Sloweniens, das in seinem Entwurf des
Energieprogramms wahnwitzigerweise weiter auf Atomkraft setzen will.
"Hier geht es letztlich um die Gesundheit der Menschen und die
Zukunft unserer Kinder. Dafür werde ich keine Auseinandersetzung und
keinen Kampf scheuen, auch nicht mit der scheinbar übermächtigen aber
moralisch völlig verantwortungslosen Atomlobby", gibt sich Prettner
kämpferisch. Um nicht nur Krsko zu verhindern, sondern europaweit
einen zumindest schrittweisen Totalausstieg aus der Atomenergie zu
erreichen, will sich Prettner für neue, deutlich schärfere Gesetze
und Regeln stark machen.
"Atomstrom muss einfach unrentabel werden. Wenn dieser deutlich
teurer als alternative Energieformen wird, dann wird sich das Thema
von selbst erledigen", bringt es Prettner auf den Punkt. Sie fordert
neuerlich die Bundesregierung, insbesondere Außenminister Michael
Spindelegger und Umweltminister Nikolaus Berlakovich auf, nicht nur
deutliche Worte in Richtung Slowenien zu finden, sondern auch auf
EU-Ebene eine einheitliche Regelung zu erwirken, die sich mit der
Haftungsfrage für Atomkraftwerke und die Gefahren, die davon
ausgehen, beschäftige. Konkret spricht Prettner die Kosten für
Versicherungen von Atomkraftwerken und die Endlagerung von Atommüll
an, die der Steuerzahler derzeit subventionieren muss, um die Preise
künstlich niedrig halten zu können. Prettner fordert daher in diesem
Zusammenhang ein zumindest EU-weit einheitliches Regulativ zur
Angleichung der Strompreise, ohne erneute einseitige Mehrbelastung
der Endverbraucher.
"Laut Greenpeace würde eine Kilowattstunde Atomstrom um nicht
weniger als 2,7 Euro teurer sein, wenn die Haftungen und die
Endlagerung des atomaren Mülls adäquat hochgerechnet würden und die
Betreiber der Atomkraftwerke selbst dafür aufkommen müssten", zeigt
Prettner auf. Sollten die Verantwortlichen in der Österreichischen
Bundesregierung nicht schleunigst aktiv werden, werde sie sich selbst
an die österreichischen EU-Abgeordneten und die Europäische
Kommission wenden, so Prettner.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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