LR Prettner: Atomlobby mit neuen, scharfen Gesetzen in Knie zwingen

Sloweniens Ausbaupläne für Krsko dürfen nicht Wirklichkeit werden - Neues EU-weites Regulativ könnte Atomstrom unrentabel machen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Nicht locker lassen will Kärntens Umweltlandesrätin Beate Prettner in der Diskussion um die bekannt gewordenen Pläne Sloweniens, das in seinem Entwurf des Energieprogramms wahnwitzigerweise weiter auf Atomkraft setzen will. "Hier geht es letztlich um die Gesundheit der Menschen und die Zukunft unserer Kinder. Dafür werde ich keine Auseinandersetzung und keinen Kampf scheuen, auch nicht mit der scheinbar übermächtigen aber moralisch völlig verantwortungslosen Atomlobby", gibt sich Prettner kämpferisch. Um nicht nur Krsko zu verhindern, sondern europaweit einen zumindest schrittweisen Totalausstieg aus der Atomenergie zu erreichen, will sich Prettner für neue, deutlich schärfere Gesetze und Regeln stark machen.

"Atomstrom muss einfach unrentabel werden. Wenn dieser deutlich teurer als alternative Energieformen wird, dann wird sich das Thema von selbst erledigen", bringt es Prettner auf den Punkt. Sie fordert neuerlich die Bundesregierung, insbesondere Außenminister Michael Spindelegger und Umweltminister Nikolaus Berlakovich auf, nicht nur deutliche Worte in Richtung Slowenien zu finden, sondern auch auf EU-Ebene eine einheitliche Regelung zu erwirken, die sich mit der Haftungsfrage für Atomkraftwerke und die Gefahren, die davon ausgehen, beschäftige. Konkret spricht Prettner die Kosten für Versicherungen von Atomkraftwerken und die Endlagerung von Atommüll an, die der Steuerzahler derzeit subventionieren muss, um die Preise künstlich niedrig halten zu können. Prettner fordert daher in diesem Zusammenhang ein zumindest EU-weit einheitliches Regulativ zur Angleichung der Strompreise, ohne erneute einseitige Mehrbelastung der Endverbraucher.

"Laut Greenpeace würde eine Kilowattstunde Atomstrom um nicht weniger als 2,7 Euro teurer sein, wenn die Haftungen und die Endlagerung des atomaren Mülls adäquat hochgerechnet würden und die Betreiber der Atomkraftwerke selbst dafür aufkommen müssten", zeigt Prettner auf. Sollten die Verantwortlichen in der Österreichischen Bundesregierung nicht schleunigst aktiv werden, werde sie sich selbst an die österreichischen EU-Abgeordneten und die Europäische Kommission wenden, so Prettner.
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