• 29.08.2011, 13:07:56
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Slowenische Pläne zum Ausbau der Atomenergie stoppen

LR Prettner: Energieprogramm Sloweniens ist unverantwortlich - Bundesregierung muss schnellstens einschreiten - Umweltabteilung bereitet kritische Stellungnahme vor

Klagenfurt (OTS/LPD) - Als unverantwortlich und leichtsinnig aber
keinesfalls zukunftsorientiert bezeichnet Kärntens Umweltlandesrätin
Beate Prettner den Entwurf des Energieprogramms der Republik
Slowenien für 2010 bis 2030. "Dass darin in sämtlichen Varianten der
Ausbau der Atomenergie eine zentrale Bedeutung spielt, ist gerade
angesichts der Katastrophe von Fukushima in jeder Hinsicht
unverantwortlich", kritisiert Prettner im Zuges des bis 19. September
dauernden öffentlichen Begutachtungsverfahren heftig.

Die im Energieprogramm genannten Varianten würden sich in Bezug
auf Nuklearenergie nur in der Höhe der Erzeugungsleistung
unterscheiden. So sei geplant, im Zeitraum 2022 bis 2030 einen
zweiten Reaktorblock mit 1.000 MW zu installieren, es könnten aber
auch 1.600 MW sein. Im Bereich des Atomkraftwerkes Krsko solle bis
2023 ein Endlager für schwach und mittel strahlende Materialien
entstehen. Ein Endlager für die Abfälle des Atomkraftwerkes solle bis
2030 gesucht werden, eine örtliche Fixierung gebe es noch nicht.

Prettner, in deren Auftrag die Umweltabteilung des Landes bereits
an einer kritischen Stellungnahme an den Bund arbeitet, erwartet sich
von der Österreichischen Bundesregierung, insbesondere von
Außenminister Michael Spindelegger und Umweltminister Nikolaus
Berlakovich, endlich ein deutliches Zeichen in Richtung Slowenien.
Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf die von der
Arbeiterkammer gesammelten 50.000 Unterschriften, die die Abschaltung
des Reaktors in Krsko fordern.

"Atomkraft darf keine Zukunft haben. Die Menschen erwarten sich
zu Recht, dass die Politik nicht nur nach einer Katastrophe wie in
Fukushima schlagzeilenträchtige Ankündigungspolitk betreibt, sondern
tatsächlich alles unternimmt, um sie vor möglichen verheerenden
Folgen zu schützen", so Prettner, die zu bedenken gibt: "Der beste
Schutz für die Menschen ist die schrittweise Stilllegung der
Atomreaktoren, aber mit Sicherheit nicht ein von einer schamlos
gewinnorientierten Atomlobby geforderter Ausbau."
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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