• 26.08.2011, 08:10:09
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Die Probleme von 300.000 Pensionskassenopfern sind für Mag. Zakostelsky nur "Tageshysterie"

Pensionskassenreform: Nicht Zudecken, Sanieren des Bestandes ist gefragt

Wien (OTS) - Über 300.000 Betroffene, Pensionisten und noch
Aktive, wurden durch die ausschließliche Gewinnorientierung ihrer
Dienstgeber und die Willfährigkeit der Pensionskassen in Verträge mit
einem unrealistischen Rechnungszins von mehr als 3,5% gezwungen und
haben bereits bis zu 45% unaufholbare Verluste ihrer
Pensionskassenpension bzw. ihrer bei Pensionsantritt in Aussicht
gestellten Pension hinnehmen müssen und weitere nie aufholbare
Anspruchskürzungen drohen ihnen unabwendbar per Jahresende. Die
Pensionskassenpension, die vielgepriesene "2. Säule", tendiert also
langsam aber sicher gegen Null. Und das ist für Mag. Zakostelsky, den
Vorsitzenden des Fachverbands der Pensionskassen, laut einem im
Standard erschienenen Artikel nur "Tageshysterie"?

Von der Regierung fordert der Sprecher des
Pensionskassen-Fachverbandes eine Pensionskassenreform auf Basis der
bisherigen Ergebnisse der vom Finanzminister im Jahre 2009
eingesetzten Reformkommission, die jedoch ausschließlich kosmetische
Korrekturen zugunsten der Pensionskassen bringt. Den bereits
teilweise vernichteten planbaren Lebensabend von über 300.000
Pensionskassenopfern übergeht man mit einem Achselzucken. Die noch
aktiven Geschädigten, nämlich die 240.000 Anwartschaftsberechtigten,
werden von Mag. Zakostelsky überhaupt totgeschwiegen, er spricht
bewusst nur von den 66.000 geschädigten Pensionisten (Kurier v.
24.8.).

Weitere Verluste der gesamten Zielgruppe durch eine endgültig
pensionsvernichtende Absenkung des sogenannten Rechnungszinses im
Sinne der Zakostelsky-Reform sind den Pensionskassen völlig egal,
Hauptsache die Pensionskassen können weiterhin risikolos auf Kosten
der ihnen bis zum Lebensende hilflos ausgelieferten Kunden ihr
Geschäft weiterbetreiben und durch Akquisition weitere
hunderttausende Österreicher in ein finanzielles Altersfiasko
treiben.

Wann wacht die Politik endlich auf? Ist es Aufgabe der Regierung,
die Pensionskassen zu sanieren, oder ist es nicht ihre Pflicht, mit
einer wirklichen Reform, die diesen Namen auch verdient, den
betroffenen mehr als 300.000 Staatsbürgern mit
Pensionskassenverträgen mit Rechenzins über 3,5% zu helfen, damit
diese auf eine wirklich verlässliche 2.Säule bauen können? Die von
Zakostelsky angedachte Herauslösung der Problematik der Hochzinsopfer
aus der Reform würde den finanziellen Rahmen des Lebensabends von
über 300.000 Betroffenen endgültig und nachhaltig ruinieren.

Rückfragehinweis:
Günter Braun, Pressesprecher des Pekabe - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: [email protected]
Tel. 0699 - 111 58 699

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