- 24.08.2011, 12:29:09
- /
- OTS0138 OTW0138
Seniorenbund: Ahnungslosigkeit von Strache ist in Pensionsfragen unschlagbar!
Generalsekretär Becker: Straches einzige Fähigkeit ist sein alt bekanntes Hetzen.
Wien (OTS) - Zu den gestrigen Aussagen zu Pensionsthemen von
FPÖ-Chef Heinz Christian Strache in den ORF-Sommergesprächen äußert
sich Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen
Seniorenbundes und Abgeordneter des Europaparlamentes, eindeutig
negativ:
"Zu Straches peinlichem TV-Auftritt darf ein seriöser
Seniorenpolitiker nicht schweigen: Seine Aussagen zu Pensionsfragen
zeigen glasklar, dass Strache auf diesem Gebiet von jedwedem
Sachwissen völlig befreit ist - seine Ahnungslosigkeit bei diesem
wichtigen Sozialthema ist unschlagbar. Das ist ein weiterer Beweis,
dass seine einzige Fähigkeit darin besteht, einzelne Gruppen
gegeneinander aufzuhetzen."
Konkret bezieht sich Becker dabei auf folgende zwei Aussagen
Straches:
"Zu behaupten, 40 Jahre Erwerbsleben seien für alle Zukunft genug,
um eine sichere Pension zu erwerben, ist im Bestfall als gefährliche
Drohung zu werten. Wenn Menschen bereits durchschnittlich über 80
werden, dann sind 40 Jahre eben nicht genug! Die Rechnung kann nicht
aufgehen, Strache verrät seine blamable Inkompetenz - hoffentlich
bleiben wir von solchen Leuten in einer Regierung verschont! Alle
Experten Europas sind sich einig dass man nicht schon lange vor dem
60. Geburtstag seine Pension antreten kann, und der Hausverstand sagt
jedem halbwegs Vernünftigen, dass diese Experten auch Recht haben.
Straches Behauptung ist nichts anderes als eine populistische
Peinlichkeit."
"Freilich haben wir in Österreich derzeit noch das Problem, dass
die Arbeitslosigkeit ausgerechnet bei den 50plus weiterhin steigt.
Und freilich müssen wir gerade diesen Menschen dringend helfen, ihre
Leistung erbringen zu können. Deshalb fordert der Seniorenbund auch
die umgehende Einführung der "Senior-Pools beim AMS", wo diesen
Menschen aktiv geholfen wird, eine für sie passende "Neue Rolle" im
späten Erwerbsleben zu finden. Sie einfach in Pension schicken wie
bisher, ist hingegen nicht nur volkswirtschaftliche Vergeudung
sondern auch unfair den Jungen gegenüber (die dies ja in Zukunft
finanzieren müssen) aber auch genauso unfair den vielen Älteren
gegenüber, die häufig und gerne weiterarbeiten wollen."
"Besonders unsachlich ist zudem Straches wiederholt vorgetragene
Behauptung, man brauche lediglich kein Geld nach Brüssel zu
überweisen, schon seien die Pensionen für immer finanziert. Erstens
kommt man mit den so ersparten knapp 2 Milliarden nicht weit (die
Pensionsanpassung 2012 alleine wird eine Milliarde kosten) und
zweitens ist unser Umlage-Pensionssystem seit seiner Gründung in den
1950er Jahren in bewährter Weise so aufgeteilt: Rund zwei Drittel der
Kosten tragen aktive Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber, maximal ein
Drittel der Staat aus allgemeinen Steuermitteln. Was Strache also
vorschlägt, ist eine Erhöhung des Bundeszuschusses auf über ein
Drittel der Gesamtkosten und somit die weitere Erhöhung unserer
Staatsschulden. Auch dies bestätigt seine sozialpolitische
Inkompetenz." stellt Becker fest.
"Straches Argumentation ist weiterer Beweis dafür, dass die FPÖ
null Interesse an einer nachhaltigen strukturellen Lösung von
Problemen hat, sondern sich ausschließlich auf das Aufhetzen
einzelner Gruppen gegeneinander spezialisiert, um in billiger und
verantwortungsloser Weise die Stimmen schlecht informierter Menschen
zu sammeln", so Becker weiter.
"Demgegenüber haben wir Seniorenvertreter seit Jahren längst
eigene konstruktive Reform-Vorschläge vorgelegt: Für einen
effizienteren Arbeitsmarkt der älteren Arbeitnehmer, für ein
Abschaffen vieler Privilegien und für ein "ASVG für Alle bis 2025".
Und während die Bundesregierung intensiv an einem entsprechenden
Maßnahmenpaket für den Herbst arbeitet, beschränkt sich der
Möchtegern-Kanzler nur auf eines: Unqualifizierte Hetze", schließt
Becker.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker, 0650-581-78-82; [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN






