• 22.08.2011, 18:21:08
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Neues Volksblatt: "Perspektive" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 23. August 2011

Linz (OTS) - Schön langsam darf man auch hierzulande über Probleme
mit Migranten reden, ohne von den selbsternannten Gralshütern der
Gutmenschlichkeit der Ausländerfeindlichkeit geziehen zu werden.
Schließlich war es geradezu verpönt, von Mitbürgern ausländischer
Herkunft etwas zu verlangen - und seien es nur halbwegs ausreichende
Deutschkenntnisse.
Aber die Fakten lassen sich halt nicht schönreden. Wenn die
Arbeitslosenrate bei Zuwanderern doppelt so hoch ist wie sonst, wenn
44 Prozent der Zuwanderer maximal einen Pflichtschulabschluss haben
und 34 Prozent der AMS-Kunden Migranten sind, obwohl sie nur 16
Prozent der Beschäftigten stellen, dann heißt es handeln.
"Soziale Verantwortung heißt rechtzeitig das Richtige zu machen",
sagte WKÖ-Präsident Christoph Leitl gestern in Alpbach, und er warnte
vor einer Perspektive der Hoffnungslosigkeit. Das gilt für jeden
Menschen in Österreich, egal ob hier geboren oder zugewandert. Eine
abgeschlossene Berufsausbildung ist wohl das beste Argument gegen
diese Perspektive der Hoffnungslosigkeit, und das muss mit aller
Deutlichkeit auch jenen Tausenden klar gemacht werden, die derzeit
nach der Pflichtschule aufs Lernen pfeifen.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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