- 18.08.2011, 13:08:15
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Mogadischu: SOS-Nothilfe läuft trotz Evakuierung weiter
Alle Kinder, Mütter und Mitarbeiter in Sicherheit. SOS-Klinik hält Notbetrieb aufrecht und verstärkt Hilfe in den mobilen SOS-Krankenstationen der Flüchtlingscamps

Mogadischu/Innsbruck (OTS) - Nach schweren Auseinandersetzungen
zwischen Regierungstruppen und Al Shabaab Milizen musste das
SOS-Kinderdorf Mogadischu evakuiert werden. Ahmed Ibrahim, Direktor
von SOS-Kinderdorf Somalia: "Die Gefechte gerieten außer Kontrolle,
wir mussten schnell handeln. Bereits 2010 hat SOS-Kinderdorf im
Afgoye Korridor, 13 Kilometer von Mogadischu entfernt, fünf
Notunterkünfte errichtet, um für solche Fälle gerüstet zu sein. Alle
zehn Familien sind dort untergebracht und in Sicherheit."
Die SOS-Klinik läuft im Notbetrieb, um Schwerkranke weiterhin
versorgen zu können. Viele andere Patienten sind (so wie Bewohner des
Stadtteiles) geflüchtet. Teile des Klinikpersonals verstärken daher
nun die Arbeit der mobilen SOS-Krankenstationen in den
Flüchtlingslagern Baidoa und Badbado und unterstützen vor allem die
medizinische Versorgung unterernährter Kinder - allein in Badbado
täglich 250 Patienten, davon knapp die Hälfte Kinder. Ahmed Ibrahim
sieht das SOS-Nothilfeprogramm in Somalia nicht gefährdet, die
aktuellen Ereignisse erschweren aber derzeit die Arbeit.
Trotz aller Schwierigkeiten seit 25 Jahren verlässliche Hilfe vor Ort
SOS-Kinderdorf ist seit 1985 in Mogadischu tätig, als eine der
wenigen Hilfsorganisationen, die ohne Unterbrechung im Land blieb.
Nach Ausbruch des Bürgerkrieges startete 1990 ein großes
SOS-Nothilfeprogramm. Eine SOS-Notklinik wurde aufgebaut, in der
150.000 Behandlungen pro Jahr durchgeführt werden. Selbst in
schlimmsten Bürgerkriegszeiten hielten die heimischen SOS-Mitarbeiter
den Betrieb aufrecht. Ab 2004 mehrten sich gefährliche Situationen,
in denen Mitarbeiter teils schwer verletzt oder sogar getötet wurden.
Trotz aller Rückschläge bleibt SOS-Kinderdorf im Land und leistet
auch unter widrigsten Umständen (Not)Hilfe.
SOS-Nothilfe in Marsabit/Kenia und Gode/Äthiopien für 3.000 Familien
In Marsabit werden aktuell 1.700 Familien über fünf Schulen mit
Nahrung versorgt. Die Lehrer der Schulen helfen bei der Verteilung.
Schon bald soll die Zahl der unterstützten Familien auf 2.000 erhöht
werden. In Gode und vor allem dem südlichen Grenzgebiet zu Somalia
verschärft sich die Situation vieler Flüchtlinge dramatisch.
SOS-Kinderdorf hat hier mit der Verteilung von Erstnahrungspaketen
(20 kg Reis und 3 Liter Öl) an 1.000 Familien begonnen. Eine
besondere Herausforderung für die Helfer ist hier die Versorgung der
Menschen mit sauberem Wasser. Spenden für Ausbau und längerfristige
Sicherung der SOS-Nothilfe sind dringend erbeten!
Spendenkonto: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000) "Ostafrika"
Online: www.sos-kinderdorf.at
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Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
SOS-Kinderdorf/Presse:
Viktor Trager, Tel. 0676/88144201, E-Mail: [email protected]
Tina Vermeer, Tel. 0676/88144486,
E-Mail: [email protected]
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