• 18.08.2011, 10:47:31
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Greenpeace "Detox-Kampagne" bringt auch Nike zum Umdenken

Weltgrößter Sportartikelhersteller will künftig ohne gefährliche Chemikalien produzieren

Wien/Barcelona/Peking (OTS) - Nike reagiert auf die Forderungen
von Greenpeace und "entgiftet" seine Produkte. Der weltweit größte
Sportartikelhersteller hat sich öffentlich dazu verpflichtet, bis zum
Jahr 2020 aus der Verwendung gefährlicher Chemikalien entlang des
gesamten Produktlebenszyklus sowie der kompletten Lieferkette aller
Produkte auszusteigen. Damit folgt Nike dem Beispiel des
Sportartikelherstellers Puma, der sich bereits Ende Juli, kurz nach
der Veröffentlichung des Greenpeace Reports über "Schmutzige Wäsche"
in der Textilproduktion, für eine "giftfreie" Zukunft entschieden
hat. Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz fordert deshalb
auch den deutlich ins Hintertreffen gelangten Sportartikelhersteller
Adidas zu mehr Sportsgeist auf: "Adidas muss sich jetzt wieder
erfolgreich ins Spiel bringen, indem das Unternehmen sich nicht nur
zu den gleichen Zielen wie Nike und Puma bekennt, sondern weit mehr
Initiative zeigt und transparent über den Einsatz gefährlicher
Chemikalien während des Produktionsprozesses seiner Textilien
Auskunft gibt."

Fünf Wochen nach der Veröffentlichung eines Reports über Giftstoffe
in der Textilproduktion durch Greenpeace setzt nach Puma nun mit Nike
bereits der zweite Sportartikelhersteller einen entscheidenden
Schritt und verbannt Chemikalien, die sich in der Nahrungskette
anreichern und langlebig sowie hormonell wirksam sind aus seiner
Produktions- und Lieferkette. Darüber hinaus hat Nike zugestimmt,
sich verstärkt dem Konsumentenrecht auf Information zu widmen.
Zukünftig will das Unternehmen volle Transparenz hinsichtlich aller
Chemikalien bieten, die von den Fabriken seiner Zulieferbetriebe
freigesetzt werden. Weiters verspricht Nike, seinen Einfluss, sein
Wissen und seine Erfahrungen einzubringen, um gefährliche Chemikalien
aus der Textilindustrie zu verbannen. Der Umsetzungsplan soll laut
Nike innerhalb der nächsten acht Wochen veröffentlicht werden. "Indem
das Unternehmen sich dazu verpflichtet seine schmutzige Wäsche zu
reinigen, zeigt Nike wirkliches Siegerformat. Greenpeace wird den
Umsetzungsplan jedoch noch genau unter die Lupe nehmen, um zu sehen,
ob Nike das Zeug zum echten Champion hat", so Claudia Sprinz.

Mit dem Umdenken von Nike und Puma wächst nun auch der Druck auf
Adidas. Während des gestrigen Fußballspiels des FC Barcelona gegen
Real Madrid machte Greenpeace vor rund 100.000 Fußballfans auf den
Rückstand von Adidas aufmerksam. Greenpeace-AktivistInnen und
ortsansässige Künstler haben vor dem Anstoß und nach dem Schlusspfiff
die Worte "Toxic water pollution is not fair play" ("Wasser mit
giftigen Stoffen verschmutzen ist kein Fairplay") auf das Camp Nou
Stadion in Barcelona projiziert. Passend zur Kampagne hat der von
Nike gesponserte FC Barcelona dann schlussendlich auch 3:2 gegen die
von Adidas gesponserte Mannschaft von Real Madrid gewonnen. Auch in
Österreich macht Greenpeace den Sportartikelhersteller Adidas auf den
Vorsprung seiner beiden Mitbewerber Nike und Puma aufmerksam und
spornt zum Aufholen an. Heute Morgen haben Greenpeace-Aktivistinnen
am Schaufenster des Adidas Store in der Wiener Innenstadt Folien mit
der Aufschrift "Detox our Sportswear" ("Entgiftet unsere
Sportbekleidung") angebracht.

Die im Juli dieses Jahres veröffentlichen Greenpeace-Analysen von
Abwasserproben zweier großer Textilfabriken in China hatten eine
große Anzahl gefährlicher Chemikalien belegt. Die Spuren der beiden
Fabriken führen direkt zu den großen Playern der Sportartikelbranche
wie Adidas, Nike oder Puma, die von den chinesischen
Textilherstellern beliefert werden.

Den Greenpeace-Report "Schmutzige Wäsche" finden Sie zum Download
unter http://marktcheck.greenpeace.at/detox.html

Bildmaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage (mail to:
[email protected]) zu.

Rückfragehinweis:

Claudia Sprinz
   Konsumentensprecherin Greenpeace
   Tel: +43 (0)664 61 26 731
   mailto: [email protected]
   
   Melanie Aldrian
   Pressesprecherin Greenpeace
   Tel: +43 (0)664 61 26 725
   mailto: [email protected]

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