• 17.08.2011, 14:06:49
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  • OTS0156 OTW0156

Greenpeace: Tatenlosigkeit von Shell unverantwortlich

Nordsee von Ölindustrie bereits schwer gezeichnet

Wien (OTS) - "Dass die Erdölindustrie auf Unfallsituationen völlig
unzureichend vorbereitet ist, zeigt sich gerade am Beispiel der
Shell-Plattform in der Nordsee. Bereits in relativ geringer Tiefe
schafft es der Milliarden-Konzern Shell tagelang nicht, den
Erdölaustritt unter Kontrolle zu bekommen. Gleichzeitig werden auf
völlig unverantwortliche Art und Weise in immer tieferen Regionen
Erdölfelder erkundet - und das in ökologisch höchst sensiblen
Gebieten wie der Arktis. Aus den Katastrophen der Vergangenheit
scheint man nichts gelernt zu haben", kommentiert
Greenpeace-Energiesprecher Niklas Schinerl die aktuelle Situation bei
der von Shell betriebenen Ölplattform "Gannet Alpha" in der Nordsee.

Der durch den Unfall verursachte, schwimmende Ölteppich hat
inzwischen eine Fläche erreicht, die mit der Größe der steirischen
Landeshauptstadt Graz inklusive seiner Außenbezirke vergleichbar ist.
Dennoch bleibt Shell untätig. "Nicht nur, dass man den Unfall
tagelang vertuscht hat, der Milliarden-Konzern Shell macht bisher
auch keine Anstalten, den vom ihm verursachten Umweltschaden zu
beheben. Stattdessen plant Shell offenbar das ausgelaufene Öl einfach
im Meer zu belassen - in der Hoffnung, dass es die Küste nicht
erreicht", zeigt sich Schinerl empört. Auch wenn die Küste verschont
bleibt, bedeuten die Tonnen an bereits ausgetretenem Öl einen
immensen Schaden für das Ökosystem der Nordsee.

Der aktuelle Unfall auf der Bohrinsel "Gannet Alpha" in der Nordsee
zeigt wie sehr diese Meeresregion von den Auswirkungen der
Erdölindustrie schon in Mitleidenschaft gezogen wurde. Denn die
Nordsee zahlt einen hohen Preis für die Erdölgewinnung: Sie gehört
seit den 1970er Jahren zu den größten Fördergebieten der
Offshore-Industrie. Bis zu 300 Millionen Tonnen Öl werden von rund
400 Plattformen jährlich in der Nordsee gefördert. Nach Schätzungen
von Experten gelangen jedes Jahr rund 9.000 Tonnen Öl aus dem
Alltagsbetrieb der Anlagen ins Meer. Tausende Quadratkilometer
Nordseeboden sind bereits stark belastet.

Detaillierte Informationen finden Sie unter:
www.greenpeace.at/shell-nordsee

Rückfragehinweis:
Niklas Schinerl, Energiesprecher Greenpeace, +43 (0)664 61 26 704
Melanie Aldrian, Pressesprecherin Greenpeace, +43 (0)664 61 26 725

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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