- 17.08.2011, 12:14:52
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Aus für Kraftwerk Telfs: WWF ruft nach Regionalplan Inn
Forderung nach Stopp für Wasserkraftwerksprojekte am Inn
Innsbruck. (OTS) - Der WWF ist erleichtert über die Entscheidung
der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) das Laufkraftwerk Telfs nicht
weiter zu verfolgen. Es hätte die Fauna und Flora des betroffenen
Innabschnitts im Sonderschutzgebiet Rietzer und Mieminger Innauen und
angrenzende Flussabschnitte massiv geschädigt. Die
Naturschutzorganisation begrüßt die Einsicht der IKB als Schritt in
die richtige Richtung. "Der Einsatz von Naturschützern,
Bürgerinitiativen und Gemeinden war erfolgreich. Diese Entscheidung
eröffnet nun endlich die Möglichkeit, die Zukunft des Tiroler
Landesflusses ganzheitlich zu planen und Millionen an Tiroler
Steuergeld zu sparen", so WWF-Experte Christoph Walder. Der WWF
appelliert an Landeshauptmann Platter das ewige "Mühle auf-Mühle zu"-
Spiel an Projektsideen endlich zu beenden und den gesetzlich
verpflichenden und von der Landesregierung versprochenen Regionalplan
Inn rasch zu erstellen. Dieser Regionalplan soll zukünftig die
Nutzung des Inn in den Bereichen Hochwasserschutz, Ökologie,-
Trinkwasser- und Grundwasserschutz und auch die
energiewirtschaftlichen Ausbaupläne verbindlich regeln.
Wie die IKB heute bekannt gab, ist das Kraftwerksprojekt am Inn in
Telfs/Rietz ab heute Geschichte. Zu groß wären die Eingriffe in die
Natur und die Naturschutzgesetze von Land und Bund. Das Projekt hätte
wertvolle Flussgebiete überstaut, ein Sonderschutzgebiet abgetastet
und wäre nur durch Enteignungen durchzusetzen gewesen. Darüber hinaus
hätte es die gemeinsamen Arbeiten des Projeks "der.inn - lebendig und
sicher" von Bund, Land und WWF konterkariert. "Der WWF hätte unter
diesen Umständen nicht mehr an der Initiative 'der.inn' teilnehmen
können", erklärte Christoph Walder heute. Denn man kann nicht auf der
eine Seite die letzten wertvollen Reste der Innauen zerstören und auf
der anderen Seite mit viel Steuergeld neue Flusslandschaften wieder
herstellen.
"Das sture Festhalten der IKB und der Wirtschaft an einem nicht
genehmigungsfähigen Projekt blockierte die ganzheitliche Betrachtung
des Inn in einem Regionalplan. Jetzt muss Landeshauptmann Platter und
sein Energiereferent Anton Steixner den versprochenen Regionalplan
Inn rasch in die Tat umsetzen, damit die Ansprüche von Ökologie,
Hochwasserschutz, Grundwassererfordernissen und die Pläne der
E-Wirtschaft am Inn strategisch geplant werden können. Der WWF ist
gerne zur Mitarbeit bereit", erklärt Walder. "Bis zum Vorliegen der
Ergebnisse des Regionalplans Inn sollten alle Kraftwerkspläne am Inn
eingefroren werden, damit nicht wieder die falschen Projekte um viel
Steuergeld in den Sand gesetzt werden", so Walder abschließend.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231, Email: [email protected].
Mag. Christoph Walder, Wasserkraftexperte des WWF Österreich; 0676 9255430
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