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Neues Volksblatt: "Besser?" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 17. August 2011
Linz (OTS) - "SPÖ-Kräuter will 1700 Gemeinden fusionieren",
titelte die Zeitung ÖSTERREICH gestern auf Seite 8; und auf Seite 5
wird BZÖ-Chef Josef Bucher mit dem Satz zitiert, er würde die
Gemeinden so zusammenlegen, dass keine unter 5000 Einwohner hat.
Nimmt man die Forderung des freiheitlichen Finanzsprechers Elmar
Podgorschek dazu, dass über Gemeindezusammenlegungen nachgedacht
werden müsse, dann gibt das eine rot-blau-orange Allianz für die
Zwangsfusionierung von Gemeinden - und damit gegen die Bürgernähe.
Zugegeben: In der SPÖ hat man auch schon Gegenteiliges gehört. Aber
Günther Kräuter ist nun einmal der Bundesgeschäftsführer - und wenn
der mit einem Plan an die Öffentlichkeit tritt, von dem 1706 der 2357
österreichischen Gemeinden betroffen sind, dann gibt es in der SPÖ
Überlegungen in diese Richtung; so viel steht fest.
Und dass die FPÖ und das BZÖ Strukturen abschaffen wollen, in denen
sie wenig bis gar nicht verankert sind, ist klar. Ohne Rücksicht
darauf, dass die Menschen gern in ihren Gemeinden leben, dass sie
sich dort wohl und geborgen fühlen, was zu einem hohen Grad an
freiwilligem Engagement führt. Ein Engagement, das es sonst nicht
gäbe. "Größer ist besser und billiger" lautet das Totschlag-Argument
- und nicht einmal das ist richtig!
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
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