ÖGfE-Schmidt: Konstruktive Vorschläge statt EZB-Kritik und Panikmache

Währungsunion sichert Arbeitsplätze und Ersparnisse - Europäische Beschlüsse zügig umsetzen.

Wien (OTS) - "Im Gegensatz zu den populistischen Ausführungen in der jüngsten Presseaussendung von FPÖ-Parteiobmann Strache ist festzuhalten, dass die Teilnahme Österreichs an der Währungsunion ein wesentliches Element für die Sicherung von Arbeitsplätzen und Pensionen in Österreich darstellt", betont Paul Schmidt, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Euro sichert Arbeitsplätze

Der österreichische Leistungsbilanzsaldo ist seit der Euro-Einführung positiv; die Exportwirtschaft profitiert dabei vom wechselkursstabilen Umfeld. "Die Ausfuhren in den Euroraum sind seit 1999 massiv gestiegen - von 40 auf 60 Prozent des BIP - und sichern alleine in Österreich rund eine halbe Million Arbeitsplätze. Auch deshalb ist die österreichische Arbeitslosenquote mit vier Prozent die niedrigste der EU. Die Zahl der Beschäftigten ist seit 1999 um etwa 30.000 Arbeitsplätze pro Jahr gewachsen und liegt damit weit über dem EU-Durchschnitt", analysiert Schmidt weiter.

Inflation seit Euro-Einführung niedriger als in Schilling-Zeiten

Selten wird erwähnt, dass Österreich - neben Frankreich und Deutschland - zu den drei preisstabilsten EU-Ländern der letzten zehn Jahre gehört. Mit durchschnittlich 1.8 Prozent ist die Inflation in Österreich seit Einführung des Euro geringer ist als noch in Schilling-Zeiten. "Inflationsängste zu schüren ist daher speziell in Österreich unangebracht. Gerade der Euro sichert österreichische Ersparnisse", sagt Schmidt.

Beschlüsse zügig umsetzen

Der Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt ist ein vertragskonformes Agieren der Europäischen Zentralbank (EZB), mit dem Ziel irrationale Marktbewegungen auszugleichen. "Im Gegenzug muss die Politik nachhaltige, europäische Lösungen ergreifen und bereits getroffene Beschlüsse zügig umsetzen. Panikmache zwecks nationalen Stimmenfangs ist heiße Luft und bringt uns inhaltlich nicht weiter", meint Schmidt. Der Zusammenhalt des Euroraums wird zu Unrecht in Frage gestellt. Gerade in Krisenzeiten müssen sich die EU-Partner -schon allein im Eigeninteresse - gegenseitig helfen, wenn auch durchaus unter realistischen Auflagen.

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