- 16.08.2011, 17:21:26
- /
- OTS0154 OTW0154
ÖGfE-Schmidt: Konstruktive Vorschläge statt EZB-Kritik und Panikmache
Währungsunion sichert Arbeitsplätze und Ersparnisse - Europäische Beschlüsse zügig umsetzen.
Wien (OTS) - "Im Gegensatz zu den populistischen Ausführungen in
der jüngsten Presseaussendung von FPÖ-Parteiobmann Strache ist
festzuhalten, dass die Teilnahme Österreichs an der Währungsunion ein
wesentliches Element für die Sicherung von Arbeitsplätzen und
Pensionen in Österreich darstellt", betont Paul Schmidt, Leiter der
Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).
Euro sichert Arbeitsplätze
Der österreichische Leistungsbilanzsaldo ist seit der
Euro-Einführung positiv; die Exportwirtschaft profitiert dabei vom
wechselkursstabilen Umfeld. "Die Ausfuhren in den Euroraum sind seit
1999 massiv gestiegen - von 40 auf 60 Prozent des BIP - und sichern
alleine in Österreich rund eine halbe Million Arbeitsplätze. Auch
deshalb ist die österreichische Arbeitslosenquote mit vier Prozent
die niedrigste der EU. Die Zahl der Beschäftigten ist seit 1999 um
etwa 30.000 Arbeitsplätze pro Jahr gewachsen und liegt damit weit
über dem EU-Durchschnitt", analysiert Schmidt weiter.
Inflation seit Euro-Einführung niedriger als in Schilling-Zeiten
Selten wird erwähnt, dass Österreich - neben Frankreich und
Deutschland - zu den drei preisstabilsten EU-Ländern der letzten zehn
Jahre gehört. Mit durchschnittlich 1.8 Prozent ist die Inflation in
Österreich seit Einführung des Euro geringer ist als noch in
Schilling-Zeiten. "Inflationsängste zu schüren ist daher speziell in
Österreich unangebracht. Gerade der Euro sichert österreichische
Ersparnisse", sagt Schmidt.
Beschlüsse zügig umsetzen
Der Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt ist ein
vertragskonformes Agieren der Europäischen Zentralbank (EZB), mit dem
Ziel irrationale Marktbewegungen auszugleichen. "Im Gegenzug muss die
Politik nachhaltige, europäische Lösungen ergreifen und bereits
getroffene Beschlüsse zügig umsetzen. Panikmache zwecks nationalen
Stimmenfangs ist heiße Luft und bringt uns inhaltlich nicht weiter",
meint Schmidt. Der Zusammenhalt des Euroraums wird zu Unrecht in
Frage gestellt. Gerade in Krisenzeiten müssen sich die EU-Partner -
schon allein im Eigeninteresse - gegenseitig helfen, wenn auch
durchaus unter realistischen Auflagen.
Rückfragehinweis:
Mag. Paul Schmidt Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) Rotenhausgasse 6 8-9 A-1090 Wien Tel.: (+43-1)533 49 99 - 11 Fax.: (+43-1)533 49 40 www.oegfe.at www.facebook.com/oegfe
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GEP






