MedUni Wien: Eingefrorenes Budget für Unis hätte Rückwirkungen auf AKH Wien

Weniger Journaldienste und weniger Nachbesetzungen für ÄrztInnen

Wien (OTS) - Die Medizinische Universität Wien weist auf die gesundheitspolitischen Folgen eines auch nur eingefrorenen Budgets für die Universitäten und auf die gravierenden Auswirkungen auf das AKH Wien, Europas größtes Spital, hin.

"Das Budget der MedUni Wien ist das personallastigste aller 21 staatlichen Universitäten," erklärt dazu der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz. "Um ab Jänner 2013 sämtliche durch Valorisierungen und Biennalsprünge angestiegene Gehälter anweisen zu können, muss der Personalstand der etwa 3.000 aus dem Uni-Budget finanzierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MedUni Wien um 150-180 vermindert werden. Damit Kündigungen vermieden werden, erfolgt schon seit Beginn dieses Jahres die Nachbesetzung eines freiwerdenden Dienstpostens nur mehr in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen. Da aber der Wechsel an Personal im klinischen Bereich wesentlich höher ist als im nicht-klinischen, betreffen die Einsparungen insbesondere die ärztlichen Dienstposten im AKH, wo die MedUni Wien sämtliche der dort tätigen Ärztinnen und Ärzte stellt."

Um den Abgang an ärztlichem Personal in Grenzen zu halten, wird die MedUni Wien ab Jänner 2012 zusätzlich eine deutliche Reduktion der Journaldienste vornehmen. Beide Maßnahmen werden weniger Forschung und Lehre sondern vielmehr die Patientenversorgung im AKH Wien betreffen. Dies umso mehr, als die Stadt Wien, die mit ähnlichen Budgetproblemen zu kämpfen hat wie die MedUni Wien, hier keinesfalls wird einspringen können. Die Stadt Wien hat vor zwei Wochen ebenfalls einen sofort wirksamen Aufnahmestopp verfügt, der im AKH in erster Linie das Pflegepersonal betrifft.

Die Funktionsfähigkeit von Europas größtem Krankenhaus basiert auf einem komplexen Zusammenspiel von Stadt Wien und Bund bzw. MedUni Wien. Auch nur ein Einfrieren der Budgetmittel auf beiden Seiten wird mittelfristig negative Auswirkungen auf die ärztliche Versorgung im Raum Wien zur Folge haben. Die MedUni Wien appelliert deshalb an die zuständigen Politiker von Bund und Stadt Wien, dem Rektorat der MedUni Wien und der AKH-Leitung eine klare Budgetperspektive zu geben, die in erster Linie die eingeleiteten Personaleinsparungen verhindert. Keinesfalls dürfen die vor Ort tätigen Ärztinnen und Ärzte diejenigen sein, die mit dem drohenden Szenario als erste konfrontiert werden.

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