Das Sinken der Pensionskassen-Pensionen ist nicht durch Schönreden zu stoppen

Wien (OTS) - Zur Feststellung des Fachverbandes der
Pensionskassen, dass die bei der Pressekonferenz des "Schutzverbandes der Pensionskassenberechtigten - pekabe" zitierten Daten "an den Haaren herbeigezogen und unseriös seien", müssen wir Herrn Mag. Zakostelsky darauf hinweisen, dass er offenbar insofern den Überblick verloren hat, als das verwendete Datenmaterial aus der eigenen Homepage des PK-Fachverbandes vom 9.4.2010 und aus Publikationen der Österreichischen Kontrollbank entnommen worden ist. (Quelle:
http://www.pensionskassen.at/rechnungszins_09042010.jpg).

Aus diesen Unterlagen ergibt sich für beitragsorientierte Pensionskassenverträge ohne Nachschusspflicht für den Arbeitgeber folgende Struktur:

303.997 Anwartschafts- und Leistungsberechtigte, das sind 48,5%, haben beitragsorientierte Verträge mit einem Rechnungszins größer als 3,5% und 323.002 einen Rechnungszins kleiner oder gleich 3,5%.
In den Genuss des vom Fachverband immer wieder ins Treffen geführten durchschnittlichen Ertrags von 5,95% seit dem Jahre 1991 können nur maximal 25.382 Personen gekommen sein, denn mehr Anwartschafts- und Leistungsberechtigte gab es damals nicht. Heute gibt es rund 800.000 Pensionskassenberechtigte, das sind 31 mal so viele. Herr Mag. Zakostelsky spricht also bei seinem durchschnittlichem Ertrag von 5,95% von genau 3,17% aller Pensionskassenberechtigten, die möglicherweise (so sie noch am Leben sind) diesen lukrieren können. Der durchschnittliche Ertrag aller Pensionskassen von 2000 bis 2010 betrug 2,5%. Daraus ergab sich in den letzten 10 Jahren für einen Rechnungszins von 3,5% ein jährlicher Verlust von 1% und für einen Rechnungszins 5,5% ein jährlicher Verlust von 3%.

Die großen Kapitalübertragungen gegen Ende der 90-iger Jahre (Deckungskapital 1997: Euro 3,17 Mrd, 2000: Euro 7,83 Mrd, heute sind es rund Euro 15,00 Mrd) konnten nicht mehr von den hohen Erträgen vor 2000 profitieren, sind aber heuer bereits von der 3. Kapitalmarktkrise innerhalb von nur 11 Jahren betroffen (2000-2002, 2008, 2011). (Quellen: Pressekonferenz des PK-Fachverbandes vom 14.1.2010, Presseaussendung des PK-Fachverbandes vom 26.1.2010 und FMA)

Da in nächster Zukunft kaum mit einer Verbesserung des Kapitalmarktes zu rechnen ist, wird sich der Trend drastisch sinkender Pensionskassen-Pensionen unaufhaltsam fortsetzen. Da nützen auch keine verzweifelten Versuche des Fachverbandes, das Pensionskassen-System schönzureden.

Wir überlassen es Herrn Mag. Zakostelsky, selbst zu beurteilen, ob 303.997 Anwartschafts- und Leistungsberechtigte nur einen kleinen Teil der Pensionskassenberechtigten darstellen und ob seine eigenen, vom Fachverband publizierten Daten "an den Haaren herbeigezogen" sind.

Rückfragen & Kontakt:

Günter Braun, Pressesprecher des Pekabe - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
Mailto: pressesprecher@pekabe.at
Tel. 0699 - 111 58 699

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