• 12.08.2011, 13:26:01
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Rheuma Ambulanz im LKH Villach eröffnet

LHStv. Kaiser: Wichtiger Schritt für Versorgung von Westkärnten

Klagenfurt (OTS/LPD) - Rund 15.000 Kärntnerinnen und Kärntner
leiden unter Rheuma. Zählt man die rheumatischen Entzündungen dazu
sind es sogar 150.000. Um ihnen eine bessere Gesundheitsversorgung zu
gewährleisten, wurde jetzt am LKH Villach auf Initiative von
Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser eine eigene Rheumaambulanz
installiert. Das gab Kaiser heute, Freitag, im Rahmen einer
Pressekonferenz im LKH Villach bekannt.

"Mit dieser neu eingerichteten Ambulanz bekommen viele Betroffene
eine noch bessere Hilfestellung und die Möglichkeit, durch
entsprechende und schnellere Behandlung Lebensqualität zu gewinnen",
teilte Kaiser mit. Die neue Ambulanz deckt aber nicht nur den Bedarf
der medizinischen Versorgung ab. In Villach werden nun auch junge
Fachärzte ausgebildet.

"Die Installierung der Ambulanz ist versorgungstechnisch ein sehr
wichtiger Schritt. Ab sofort wird auch der Bedarf in der Region
Westkärnten langfristig gedeckt", zeigt sich auch Kabeg-Direktorin
Ines Manegold erfreut.

Die Rheuma-Ambulanz ist organisatorisch der Internen Abteilung
unterstellt. Vorstand Prim. Dr. Harald Wimmer begrüßt den Schritt in
die richtige Richtung: "Ein Meilenstein in der Versorgung ist
gelungen", sagte Wimmer, der sich ausdrücklich bei Kaiser und
Manegold bedankte. Bisher mussten Rheuma-Patienten für eine optimale
Behandlung bis nach Klagenfurt fahren. Im Klinikum Klagenfurt am
Wörthersee gab es schon bisher eine Rheuma-Ambulanz. Neben dem
Kabeg-Haus bietet nur noch das Krankenhaus der Elisabethinen eine
Versorgung an.

Geleitet wird die neue Rheumaambulanz am LKH Villach von Primarius
Wolfgang Thoma, der auch die Ausbildung entsprechender Fachärzte
übernehmen wird. "Gerade bei Rheuma ist eine frühe Diagnose wichtig,
um die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten", so Thoma. Für den
Rheumatologen ist es entscheidend, dass "Patienten trotz der
unheilbaren Krankheit beschwerdefrei bleiben und ein Stillstand von
Rheuma erreicht wird". Damit wird unter anderem gewährleistet, dass
Patienten auch im Berufsleben bleiben können.

Die Rheuma-Ambulanz wird vorerst als "Zuweiser-Ambulanz"
funktionieren. "Haus- und niedergelassene Fachärzte haben die
Möglichkeit, Patienten zu uns zu überweisen", berichtet der
Betriebsdirektor des LKH Villach, Karl Wulz. Im Laufe der Zeit soll
die Ambulanz dann ausgebaut werden.

Erfreut zeigt sich auch Gertraud Tschachler von der
Selbsthilfegruppe Rheuma: "Viele Betroffene hatten in der
Vergangenheit das Problem, keinen geeigneten Arzt zu finden. Rheuma
wurde teilweise viel zu spät diagnostiziert".

Auf die Wichtigkeit der Gesundheitsversorgung wiest auch Villachs
Stadträtin Hilde Schaumberger hin: "Die Gesundheitsversorgung ist für
die Villacher Bevölkerung laut einer aktuellen Umfrage ein wichtiger
Eckpfeiler und das LKH Villach hat einen besonders hohen Stellenwert,
der jetzt ergänzt durch die neue Rheumaambulanz wesentlich zum
Wohlergehen der Menschen beiträgt".

In Kärnten sind etwa 15.000 Menschen von einer rheumatischen
Erkrankung betroffen. Zählt man die rheumatischen Entzündungen dazu
sind es sogar 150.000. Obwohl ab einem Alter von 55 Jahren schon fast
40 Prozent zu den Betroffenen zählen, kann die Krankheit auch Jüngere
treffen. "Rheuma macht auch vor Kindern uns Jugendlichen nicht Halt",
warnen die Mediziner Wimmer und Thoma. Österreichweit erkranken
jährlich rund 120 Kinder an Rheuma. Erste Symptome für entzündliches
Rheuma sind ein allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit,
gelegentlich auch nächtliche Schweißausbrüche, Fieber, Müdigkeit
sowie häufig Gelenkssteife am Morgen. Die Gelenkssteife tritt am
Anfang meistens in den Fingern auf. Das führt dazu, dass man morgens
die Faust nicht schließen kann. Prinzipiell gilt: Wenn ein
schmerzhaftes oder geschwollenes Gelenk auftritt, das nicht auf einen
Unfall zurückzuführen ist, sollte man einen Rheumatologen aufsuchen.
Um Patienten bestmöglich zu versorgen, appelliert Primarius Thoma, an
eine Vernetzung der Spitäler. "Nur durch eine enge Zusammenarbeit
können wir Betroffenen optimal therapieren".
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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