- 12.08.2011, 12:32:11
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uniko-Vize Bast weist SP-Polemik zurück: "Matznetter hat keine Ahnung"
Wien (OTS) - Die jüngsten Angriffe des SPÖ-Wirtschaftssprechers
Christoph Matznetter auf die Universitäten werden vom
stellvertretenden Präsidenten der Universitätenkonferenz (uniko) und
Rektor der Angewandten, Gerald Bast, aufs Schärfste zurückgewiesen.
Matznetter wirft den Universitäten in der heutigen Ausgabe der
Tageszeitung "Die Presse" unter anderem "Nichtbereitschaft zur
Reform" vor und ortet einen "mittelmäßigen Schulbetrieb". Rektor Bast
dazu: "Die Aussagen des vormaligen Staatssekretärs Matznetter legen
Zeugnis ab von einer erschreckenden Ahnungslosigkeit." Gerade die
öffentlichen Universitäten haben nach den Worten Basts in den
vergangenen siebeneinhalb Jahren seit der "Entlassung" in die
Autonomie ein tiefgreifendes Reformprogramm absolviert, wie es in
anderen, dringend reformbedürftigen Sektoren unseres Staates nicht
einmal ansatzweise der Fall war.
"Im Grunde sind die Vorhalte des nunmehrigen SPÖ-Mandatars eine
Frechheit, zumal er selbst in den vergangenen Jahren als
Regierungsmitglied bzw. Nationalratsabgeordneter aktiv und sehenden
Auges daran mitgewirkt hat, dass die Universitäten in zunehmend
dramatischer Weise unterfinanziert sind." Wenn - wie von SPÖ-Seite
immer wieder zu hören - Österreich mehr und nicht weniger Studierende
sowie mehr Absolventen und Absolventinnen brauche, dann müsse man den
Universitäten auch die dazu erforderlichen Ressourcen in Form von
ausreichenden Budgets zur Verfügung stellen, fordert Bast. Sowohl die
frühere Wissenschaftsministerin Karl als auch der jetzige
Bundesminister Töchterle hätten erkannt und öffentlich vertreten,
dass die Universitäten nur zur Aufrechterhaltung des Status Quo
zusätzliche Budgetmittel in erheblichem Ausmaß brauchen. "Weder in
der Bundesregierung noch im Nationalrat sind sie mit dieser Position
durchgedrungen. Im Gegenteil: Der Nationalrat hat zuletzt vor wenigen
Monaten ein Budgetrahmengesetz beschlossen, das für das
Wissenschaftsressort sinkende Budgets in den nächsten fünf Jahren
vorsieht. Auch Herr Matznetter hat diesem Gesetz zugestimmt", fügt
Bast hinzu.
Die Vorschläge von Matznetter, mit E-Learning die
Universitätsprobleme in den Griff zu bekommen, erinnern den Rektor an
die Metapher des Blinden, der von der Farbe spricht. Die Methode des
E-Learnings habe bereits vielfach Einzug in den universitären Alltag
gefunden, ohne eine flächendeckenden Fernuni-Landschaft vor Augen zu
haben, wie das offenbar dem SPÖ-Mandatar vorschwebt. "Auch wenn es
hier noch Potenzial gibt, ersetzt das aber nicht eine dauerhafte
Lösung des Problems, dass die den Universitäten zur Verfügung
stehenden Budgets bei weitem nicht mit der Steigerung der Zahl der
Studierenden Schritt gehalten haben", betont Bast. "Die Schere ist in
den letzten Jahren immer weiter aufgegangen und wird nicht nur immer
mehr zur Schande für Österreich, sondern auch zum Problem für die
Zukunft einer immer stärker innovationsorientierten österreichischen
Wirtschaft", erinnert Bast den Wirtschaftssprecher der SPÖ. Bast
appelliert an die Kräfte der Vernunft in der Koalition, gerade jetzt
den Universitäten zur Seite zu stehen, statt diese zu beschimpfen und
in Realitätsverweigerung zu verharren.
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Universitätenkonferenz Floragasse 7/7, 1040 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected] Homepage: www.uniko.ac.at
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