• 10.08.2011, 20:13:40
  • /
  • OTS0159 OTW0159

Neues Volksblatt - "Tränendrüse" von Markus EBERT

Ausgabe vom 11. August 2011

Linz (OTS) - Der Kärntner FPK-Obmann Uwe Scheuch und der Linzer
SPÖ-Bürgermeister Franz Dobusch sind im politischen Spektrum weit
auseinander. Und doch wenden sie dieser Tage, in denen beide ziemlich
in der Bredouille stecken, die selbe Taktik an: Sie mimen die
verfolgte Unschuld vom Land. Scheuch fühlt sich von der "linken
Jagdgesellschaft" gehetzt und in einem "medialen Schauprozess"
vorgeführt, nur weil er nichts getan hat, sondern halt en passant
darüber geplaudert hat, was bei Staatsbürgerschaften und
Parteispenden so "Part of the game" ist.
Dobusch wiederum hat in diversen Interviews den Versuch einer
Schadensbegrenzung in Sachen SWAP-Flop gemacht. Tenor: Die Bank hat
uns etwas angedreht, was sie der Stadt Linz gar nicht verkaufen
durfte und die Verantwortlichen auch gar nicht verstehen konnten. Das
Geschäft nicht durchschaut zu haben: diese Rechtfertigung wirkt
angesichts eines Finanzstadtrates, der sich vor ein paar Jahren für
klug genug hielt, eine Bank gründen zu können, höchst skurril. In
dieses Bild passt, dass Dobusch nun den Kämpfer für saubere
Finanzgeschäfte zwischen Banken und Gemeinden mimt. Druck auf die
Tränendrüse statt Besinnung auf politische Verantwortung: auch das
ist Nährboden für Politikverdrossenheit.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel