• 10.08.2011, 11:41:01
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Abeiterkammer Kärnten warnt vor Internet-Betrügern

Mit Scheck-Trick bereits 1.520 Euro Schaden angerichtet

Klagenfurt (OTS) - Die Arbeiterkammer warnt dringend vor
Internet-Betrügern, die derzeit in Kärnten ihr Unwesen treiben. "Die
Gauner arbeiten mit dem so genannten Scheck-Trick und haben damit
gutgläubigen Kunden bereits über 1.500 Euro herausgelockt", betont
AK-Konsumentenschützerin Susanne Kalensky und rät bei
Internet-(Ver)Käufen derzeit zu besonderer Vorsicht.

Innerhalb von wenigen Tagen haben die Internet-Betrüger in Kärnten
mehrfach zugeschlagen und versucht, ihren Opfern bei Online-Verkäufen
eine Menge Geld abzuknöpfen. "In einem uns bekannten Fall macht der
Schaden für den Betroffenen 1.520 Euro aus. Zwei weitere Opfer haben
sich rechtzeitig an den Konsumentenschutz gewandt und sind so dem
Verlust von mehreren tausend Euro entgangen. Täglich folgen weitere
Anfragen", berichtet Kalensky.

Und so ziehen die Internet-Diebe den Kärntnern derzeit das Geld
aus der Tasche: Wer auf der Webseite www.willhaben.at Produkte zum
Verkauf anbietet, läuft Gefahr, von einem Herrn Mark Daniels eine
E-Mail zu erhalten. Der Schreiber mit der E-Mail-Adresse
[email protected] macht ein Kaufangebot und teilt dem Verkäufer
mit, dass er in den nächsten Tagen den Kaufpreis mittels Scheck
überweisen werde.

"Dieser Scheck trifft dann auch ein, allerdings folgt fast
zeitgleich eine weitere E-Mail, in der der Käufer mitteilt, er habe
irrtümlich auf dem Scheck einen viel zu hohen Geldbetrag ausgestellt
und fordert den Online-Verkäufer auf, diese Differenz zum Kaufpreis
dem Spediteur, der die Ware im Auftrag des Käufers abholen werde,
mitzugeben", berichtet Konsumentenschützerin Kalensky. In der
Zwischenzeit stellt sich aber heraus, dass der Scheck gar nicht
gedeckt ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Spediteur mit der Ware und
dem Geldbetrag aber schon längst über alle Berge.

Auf diese Weise wurde ein junger Kärntner, der auf der
Internetseite www.willhaben.at ein gebrauchtes Moped um 400 Euro zum
Verkauf angeboten hatte, um 1.520 Euro geprellt. "Mark Daniels" hatte
auf dem ungedeckten Scheck für das Moped einen Betrag von 1.600 Euro
ausgestellt. Davon zog der Kärntner Mopedverkäufer 400 Euro sowie 80
Euro für die Abholung ab und gab dem Spediteur 1.120 Euro als
Retourgeld für den Käufer mit.

"Leider besteht derzeit nicht viel Aussicht, dass der Konsument
wieder zu seinem Geld kommt. Wir haben ihm aber dringend geraten,
umgehend Strafanzeige wegen Betrug zu erstatten", sagt
Konsumentenschützerin Kalensky. In zwei weiteren Fällen - ein
Kärntner hatte ein Auto zum Verkauf angeboten, eine Kärntnerin einen
Elektrorasenmäher - konnte der AK-Konsumentenschutz rechtzeitig einen
Schaden von 4.000 und 1.400 Euro abwenden.

"Wer hinter den Betrügern steckt, wie viele es sind und wie sie
zusammenarbeiten, können wir derzeit nicht sagen. Wir raten aber
allen Konsumenten zu besonderer Vorsicht bei Online-Geschäften", sagt
Kalensky. Vor allem auf Bezahlung mittels Scheck sollte man sich auf
keinen Fall einlassen und niemals Rücküberweisungen von Geldbeträgen
tätigen, raten die Konsumentenschützer.

"Alle Konsumenten, die den Verdacht haben, derzeit mit solchen
oder ähnlichen Methoden im Internet abgezockt zu werden, raten wir,
umgehend mit dem AK-Konsumentenschutz Kontakt aufzunehmen", sagt
Leiterin Susanne Kalensky.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, Fax: 050 477-2400
mailto:[email protected]
http://kaernten.arbeiterkammer.at

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