- 08.08.2011, 09:44:55
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Wasser für die Menschen im Dürregebiet Kenias: So kommt Ihre Hilfe an
"Jetzt wird auch das Trinkwasser knapp" berichtet der österreichische Caritas-Katastrophenhelfer Florian Lems. Er steht in Marsabit/Kenia für Interviews zur Verfügung.
Wiew (OTS) - "Die Menschen sind unglaublich dankbar für die
Hilfe. Eine Frau hat mir erzählt, dass sie jedem ihrer fünf Kinder
oft über eine Woche lang nur noch jeweils einen einzigen Becher
Wasser am Tag zu trinken geben konnte. Fürs Kochen reichte es nicht
mehr, vom Waschen war überhaupt keine Rede mehr. Mit dem Wasser, das
sie nun bekommen hat, hat sie zunächst einmal den letzten Mais
gekocht, der ihr noch geblieben ist", beschreibt Florian Lems die
dramatische Situation der Menschen im Dürregebiet von Nordkenia. Der
Caritas-Mitarbeiter ist seit dem Wochenende in der Region Marsabit,
um die Caritas mit Informationen zu versorgen und über den Fortgang
der Hilfsmaßnahmen zu berichten.
In Yaa Odola, einer kleinen Gemeinde im völlig ausgedörrten
Norden Kenias, sind viele Ziegen, Schafe und Kamele -
Lebensgrundlage der dort lebenden Viehnomaden - bereits verdurstet.
"Jetzt wird auch das Trinkwasser knapp", sagt Lems. Denn: "Der
nächste Ort mit einer Wasserstelle liegt 65 Kilometer entfernt. Eine
Distanz, die für die Kamele, die jetzt schon am verdursten sind, kaum
zu bewältigen ist."
Die Caritas versorgt nun aus österreichischen Spenden die
Menschen mit Trinkwasser. Neben Yaa Odola haben fünf weitere
besonders von der Dürre gefährdete Gemeinden Wassertanks erhalten.
Drei Lastwagen fahren jetzt non-stop, um das nötige Wasser
anzuliefern. Auf diese Weise werden in den kommenden Monaten über
1.300 Familien regelmäßig mit sauberem Trinkwasser versorgt. Große
Gemeinden werden täglich angefahren, kleinere jeden zweiten Tag.
Lems: "Wenn sie kein Wasser haben, müssen die Nomaden samt Kindern,
alten und kranken Menschen ihre Heimat verlassen und tagelange,
lebensbedrohende Märsche in die größeren Orte unternehmen. Vor diesem
Schicksal als Hungerflüchtlinge möchten wir sie bewahren."
Die Caritas ist Teil der Hilfsaktion Nachbar in Not und bittet um
Spenden für die Opfer der Hungerkatastrophe am Horn von Afrika:
Caritas-Spendenkonto: PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort:
Hungerhilfe
Online-Spenden: www.caritas.at
Nachbar in Not-Spendenkonto: PSK 91.091 200, BLZ 60.000, Kennwort:
"Hunger in Ostafrika", Online-Spenden: http://nachbarinnot.orf.at
Rückfragehinweis:
Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel.: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909
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