• 04.08.2011, 12:02:43
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SOS-Kinderdorf Nothilfe in Ostafrika voll angelaufen:

SOS-Klinik in Mogadischu stockt Kapazitäten auf und hilft zusätzlich mit mobilen Medizinstationen. Hilfe auch in Marsabit/Kenia und Gode/Äthiopien gestartet.

Innsbruck/Mogadischu (OTS) - Trotz heftiger Gefechte und prekärer
Sicherheitslage in Mogadischu ist die Nothilfe von SOS-Kinderdorf in
der somalischen Hauptstadt angelaufen und wird noch ausgeweitet.
Gestern erreichten uns neue Bilder und Informationen von vor Ort:
"Die Situation sei sehr dramatisch und noch viel mehr Hilfe dringend
notwendig", heißt es im Bericht. Jeden Tag kämen - abseits der
Hunderttausenden Flüchtlinge, die über die Grenzen nach Kenia und
Äthiopien geflüchtet sind - auch rund 1.000 neue Flüchtlinge nach
Mogadischu, darunter sehr viele unterernährte und geschwächte Kinder,

In Mogadischu betreibt SOS-Kinderdorf seit über 20 Jahren eine
SOS-Klinik, in der jährlich rund 120.000 Patienten behandelt werden.
Nun hat die Klinik ihre Kapazitäten von 24 auf 60 Betten erhöht und
zusätzlich in den Flüchtlingscamps Badbabo und Baidoa im Dharkenley
Distrikt zwei mobile Medizinstationen aufgebaut. Zwei Ärzte, zwei
Krankenschwestern, zwei Hebammen, ein Pharmazeut und vier Helfer sind
im Einsatz. Sie behandeln vor allem Kinder, schwangere Frauen und
geschwächte Personen und versorgen sie mit dem Lebensnotwendigsten an
Wasser, Nahrung, Medikamenten. In sechs Tagen konnten so knapp 2.000
Menschen versorgt werden, weit mehr als die Hälfte Kinder. Weitere
mobile medizinische Zentren sollen folgen.

In Gode im Süden Äthiopiens, eine der trockensten Regionen im
Land, gibt es seit 2004 ein SOS-Kinderdorf mit angeschlossener
Schule, einem Kindergarten sowie einem Sozial- und medizinischem
Zentrum. Durch die gute bestehende Infrastruktur und das Know How der
SOS-Mitarbeiterinnen von früheren Hilfsprogrammen kann hier rasch
medizinisch geholfen werden. Um auch möglichst schnell ausreichend
Nahrungsmittel nach Gode zu bringen, laufen gerade Gespräche mit der
Regierung und lokalen Behörden, um größere Transporte zu
organisieren.

Im Norden von Kenia hat SOS-Kinderdorf schon vor der Dürre- und
Hungerkatstrophe ein Familienstärkungsprogramm in Marsabit gestartet
und wird dieses nun ausweiten - von den drei bisherigen Standorten
auf fünf von Hunger und Dürre besonders betroffene Gebiete sowie
durch zusätzliche Nahrungs- und Ausspeisungsprogramme an sechs
Schulen.

Für die Durchführung der SOS-Nothilfeprogramme in Ostafrika und
deren Finanzierung bittet SOS-Kinderdorf die Menschen in Österreich
um Unterstützung:

Spendenkonto: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000) "Ostafrika"
Online: www.sos-kinderdorf.at

Rückfragehinweis:
Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse
Tel. 0676/88144201, E-Mail: [email protected]

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