SOS-Kinderdorf Nothilfe in Ostafrika voll angelaufen:

SOS-Klinik in Mogadischu stockt Kapazitäten auf und hilft zusätzlich mit mobilen Medizinstationen. Hilfe auch in Marsabit/Kenia und Gode/Äthiopien gestartet.

Innsbruck/Mogadischu (OTS) - Trotz heftiger Gefechte und prekärer Sicherheitslage in Mogadischu ist die Nothilfe von SOS-Kinderdorf in der somalischen Hauptstadt angelaufen und wird noch ausgeweitet. Gestern erreichten uns neue Bilder und Informationen von vor Ort:
"Die Situation sei sehr dramatisch und noch viel mehr Hilfe dringend notwendig", heißt es im Bericht. Jeden Tag kämen - abseits der Hunderttausenden Flüchtlinge, die über die Grenzen nach Kenia und Äthiopien geflüchtet sind - auch rund 1.000 neue Flüchtlinge nach Mogadischu, darunter sehr viele unterernährte und geschwächte Kinder,

In Mogadischu betreibt SOS-Kinderdorf seit über 20 Jahren eine SOS-Klinik, in der jährlich rund 120.000 Patienten behandelt werden. Nun hat die Klinik ihre Kapazitäten von 24 auf 60 Betten erhöht und zusätzlich in den Flüchtlingscamps Badbabo und Baidoa im Dharkenley Distrikt zwei mobile Medizinstationen aufgebaut. Zwei Ärzte, zwei Krankenschwestern, zwei Hebammen, ein Pharmazeut und vier Helfer sind im Einsatz. Sie behandeln vor allem Kinder, schwangere Frauen und geschwächte Personen und versorgen sie mit dem Lebensnotwendigsten an Wasser, Nahrung, Medikamenten. In sechs Tagen konnten so knapp 2.000 Menschen versorgt werden, weit mehr als die Hälfte Kinder. Weitere mobile medizinische Zentren sollen folgen.

In Gode im Süden Äthiopiens, eine der trockensten Regionen im Land, gibt es seit 2004 ein SOS-Kinderdorf mit angeschlossener Schule, einem Kindergarten sowie einem Sozial- und medizinischem Zentrum. Durch die gute bestehende Infrastruktur und das Know How der SOS-Mitarbeiterinnen von früheren Hilfsprogrammen kann hier rasch medizinisch geholfen werden. Um auch möglichst schnell ausreichend Nahrungsmittel nach Gode zu bringen, laufen gerade Gespräche mit der Regierung und lokalen Behörden, um größere Transporte zu organisieren.

Im Norden von Kenia hat SOS-Kinderdorf schon vor der Dürre- und Hungerkatstrophe ein Familienstärkungsprogramm in Marsabit gestartet und wird dieses nun ausweiten - von den drei bisherigen Standorten auf fünf von Hunger und Dürre besonders betroffene Gebiete sowie durch zusätzliche Nahrungs- und Ausspeisungsprogramme an sechs Schulen.

Für die Durchführung der SOS-Nothilfeprogramme in Ostafrika und deren Finanzierung bittet SOS-Kinderdorf die Menschen in Österreich um Unterstützung:

Spendenkonto: PSK 1.566.000 (BLZ 60.000) "Ostafrika"
Online: www.sos-kinderdorf.at

Rückfragen & Kontakt:

Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Presse
Tel. 0676/88144201, E-Mail: viktor.trager@sos-kd.org

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