- 03.08.2011, 18:59:58
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Neues Volksblatt: "Erinnerung" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 4. August 2011
Linz (OTS) - Juristisch betrachtet ist Uwe Scheuch ein
unbescholtener Mann. Wo kämen wir denn da hin, wenn jemand nach einem
nicht rechtskräftigen Urteil gleich das Weite suchen müsste, nur weil
eine "Gesinnungsjustiz" (Heinz-Christian Strache) dem Armen ans Leder
will. Scheuch hat natürlich völlig recht, wenn er sagt: "Es gibt
keine rechtskräftige Verurteilung, daher werde ich meine politischen
Funktionen und Ämter weiterhin erfüllen".
Vielleicht ist es ohnehin etwas ganz anderes, das den blauen Kärntner
dennoch für jegliches politisch Amt disqualifiziert. Nein, es geht
nicht um die Frage der politischen Moral, die aus dem Inhalt des
Tonbandmitschnittes zu diskutieren wäre. Dafür, das haben alle
Stellungnahme aus der "freiheitlichen Familie" belegt, gibt es kein
Sensorium. Die Frage ist vielmehr: Taugt ein Mann mit dem
Erinnerungsvermögen Scheuchs für ein so hohes Politik-Amt, wie es nun
einmal das des Landeshauptmann-Stellvertreters ist? Mehrfach belegt
hat Scheuch nach Bekanntwerden des Mitschnittes beteuert, sich an das
Gespräch nicht erinnern zu können - so etwa am FPK-Landesparteitag im
Jänner 2010. Vor Gericht indes bestritt er das Gespräch nicht.
Unbescholten mag Scheuch noch sein, unglaubwürdig ist er jedenfalls.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
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