- 01.08.2011, 13:48:04
- /
- OTS0165 OTW0165
Gäste wünschen sich Herkunftsauslobung in der Gastronomie
Außerhausverzehr steigt stetig
Wien (OTS) - Was die Österreicher zu einem Restaurantbesuch bewegt
und worauf sie dabei wert legen, geht aus einer Befragung von 1.350
Personen durch die im Auftrag von AMA Marketing durchgeführte
RollAMA-Motivanalyse hervor. Demnach essen immer mehr Menschen immer
häufiger außer Haus. Hauptgrund dafür ist die verbesserte finanzielle
Situation des Einzelnen. Der Urlaub und Feste mit der Familie sind
die häufigsten Gründe, ein Restaurant zu besuchen. Bei der
Restaurantwahl zählen oft das Angebot regionaler Spezialitäten und
traditionelle Küche.
Das AMA-Gastrosiegel etabliert sich dabei immer mehr als
verlässlicher Herkunftswegweiser für die verwendeten Rohstoffe. Die
verstärkte Herkunftsauslobung entspricht auch den Gästewünschen. Der
Geschäftsführer der AMA Marketing, Stephan Mikinovic, und Hans
Schenner, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKO), freuen sich gleichermaßen über
den Aufwärtstrend in der heimischen Gastronomie und wollen die
Affinität der Österreicher zur Branche weiter steigern, wie sie
heute, Montag, in einer Pressekonferenz betonten.
Außerhausverzehr steigt
Gut ein Viertel der Österreicher essen ein oder mehrere Male in
der Woche außer Haus. Als Hauptgründe dafür werden die bessere
finanzielle Situation (26%) angegeben, eine geänderte Lebenssituation
(24%) beziehungsweise mit 13% Zustimmung, berufsbedingte
Geschäftsessen. Ein weiteres Viertel besucht zwei- bis dreimal
monatlich ein Lokal. Der Rest gehört zu den weniger intensiven
Restaurantbesuchern. Nur 1% der Befragten gibt an, nie auswärts zu
essen. Eine Analyse der letzten Jahre zeigt, dass der
Außerhausverzehr deutlich zunimmt. Gaben im Jahr 2005 noch 40% an,
nie oder selten ein Lokal zu besuchen, waren das 2011 nur mehr 25%.
Auch die Anzahl derer, die mehrmals pro Woche essen gehen, steigt
deutlich. 5% waren dies im Jahr 2005, 12% im Jahr 2011.
Urlaub und Familie sind die häufigsten Gründe für den
Restaurantbesuch
Am häufigsten (28%) erfolgt ein Restaurantbesuch mit dem Partner
beziehungsweise der Partnerin. Im Bezug auf die Häufigkeit stehen
aber auch Freunde, Bekannte und die Familie für einen gemeinsamen
Besuch im Lokal hoch im Kurs. Alleine macht essen offenbar den
wenigsten Freude. 42% geben an, niemals alleine ein Lokal zu
frequentieren. Am häufigsten erfolgen Restaurantbesuche eindeutig im
Urlaub (47%), aber auch bei Ausflügen (36%). Auch spezielle Anlässe,
Feste und Feiern sind für viele ein häufiger (24%) oder zumindest
gelegentlicher (51%) Grund, auswärts zu essen.
Regionalität als wichtiges Kriterium für Restaurantwahl
Am liebsten besuchen die Österreicher Gasthäuser und Restaurants,
in denen regionale Spezialitäten angeboten werden (59%). Genauso
viele schätzen auch die traditionelle Küche. Im Mittelfeld bewegen
sich diejenigen, die gerne immer die gleichen Gaststätten besuchen,
aber auch diejenigen, die gelegentlich gerne etwas Neues
ausprobieren. Die potenziellen Gäste lassen sich bei der Auswahl des
Restaurants auch gerne persönlich beraten. Das Internet spielt bei
der Vorauswahl noch eine eher untergeordnete Rolle. Im ausgewählten
Gastronomiebetrieb zählt für 84% der Gäste Hygiene und Sauberkeit im
Betrieb, das gute Service (61%), aber auch nett angerichtete Speisen
(36%) und die Verwendung österreichischer Rohstoffe für die Gerichte
(34%). Eher im Mittelfeld zu finden ist die Wertigkeit günstiger
Preise.
AMA-Gastrosiegel auf dem Weg zum Regionalitätswegweiser
Immerhin 26% der Befragten geben an, das AMA-Gastrosiegel schon
einmal bei einem Gastronomiebetrieb oder auf einer Speisekarte
gesehen zu haben. Davon haben in einem solchen Betrieb 14% schon
einmal und 19% schon öfter gegessen. Immerhin 34% dieser Gruppe
können spontan Gastronomiebetriebe nennen, die mit dem
AMA-Gastrosiegel ausgezeichnet sind.
Gäste wünschen sich Herkunftsauslobung in der Gastronomie
Fast zwei Drittel der Restaurantbesucher wünschen sich eine
verlässliche Herkunftsauslobung der Produkte auf der Speisekarte.
Eine besondere Bedeutung hat dabei die Herkunftsauslobung bei
Fleisch, Eiern und Brot/Gebäck. Immerhin 44% wollen unbedingt wissen,
woher ihr Rind- und Kalbfleisch stammt, 42% interessiert das bei
Eiern, genauso viele bei Schweinefleisch, 41% wollen die Herkunft von
Brot/Gebäck, aber auch Hühnerfleisch erfahren.
"Diese Umfrage-Ergebnisse beweisen, dass wir mit dem
AMA-Gastrosiegel auf dem richtigen Weg sind und den Gästen die
Wünsche rechtzeitig von den speisenden Lippen abgelesen haben. Aber
auch die heimische Gastronomie hat den Trend und die Wünsche ihrer
Gäste erkannt und rechtzeitig und richtig darauf reagiert. Damit sind
wir gemeinsam einen Schritt weiter auf dem Weg zur kulinarischen
Destination", so Mikinovic.
Drei Jahre AMA-Gastrosiegel: 1.300 Mitglieder; omnipräsent; EU-weit
einzigartig
Vor dreieinhalb Jahren wurde auf Initiative des Kuratoriums
Kulinarisches Erbe das AMA-Gastrosiegel ins Leben gerufen. Damit wird
die Rohstoffherkunft in der Gastronomie sichergestellt. Mittlerweile
nehmen bereits über 1.300 Betriebe in ganz Österreich an diesem
EU-weit einzigartigen Herkunftssicherungssystem teil. Im Detail
bedeutet dies, dass die Gastronomiebetriebe aus fünf
Produktkategorien individuell jene Produkte auswählen, deren Herkunft
in der Speisekarte gekennzeichnet wird. Diese Kategorien umfassen
Fleisch, Milch, Eier, Obst & Gemüse, Wild und Süßwasserfisch.
Das AMA-Gastrosystem ist einzigartig, weil es bislang weder auf
nationaler noch auf EU-Ebene "eine Regelung zur Kennzeichnung und
Dokumentation näherer Angaben zu landwirtschaftlichen Produkten in
der Gastronomie und Hotellerie" gab. Die Betriebe des
AMA-Gastrosiegels sind zudem online auf www.ama-gastrosiegel.at,
www.facebook.com/ama.gastrosiegel und auf HEROLD.at und mobil mit dem
iPhone-App und dem Navigationssystem von Wisepilot zu finden.
Heimische Gastronomie mit vielen positiven Attributen
"Dass immer mehr Österreicher wie auch unsere Urlauber in die
heimische Gastronomie einkehren, freut uns natürlich", kommentiert
Schenner die Ergebnisse der aktuellen AMA-Umfrage. Das Motto der
heimischen Gastronomie fasst er zusammen in "qualitätsbewusst,
traditionsverbunden, authentisch und zugleich weltoffen". So
präsentiert sich die österreichische Küche dem in- und ausländischen
Publikum. Gerade bei den Urlaubern steht der Genuss von regional
zubereiteten Gerichten hoch im Trend. Immerhin 76% der Urlaubsgäste
(Quelle Tourismus Monitor Austria, Gästebefragung) geben dies als
beliebte Urlaubsaktivität beim Österreich-Urlaub an. Zum Vergleich
erreichen Aktivitäten wie Wandern beziehungsweise Skifahren 67%,
Ausflüge machen 55%, Sightseeing 36% und Shopping 33% Zustimmung.
Ja zum AMA-Gastrosiegel, nein zu gesetzlichen Auszeichnungspflichten
Dem Wunsch eines Drittels der Befragten - 34% laut AMA-Umfrage -
nach Speisen aus Rohstoffen österreichischer Herkunft komme die AMA
Marketing mit dem AMA-Gastrosiegel sehr gut entgegen. Einer
verpflichtenden Herkunftsbezeichnung per Gesetz auf Speisekarten
erteilt Schenner jedoch eine klare Absage. "Weder die EU noch der
Staat sollen alles regeln und es ist ohnedies unmöglich, alles und
jeden zu kontrollieren. Aber eine freiwillige Auszeichnung der
Herkunft bei bestimmten Produkten, das ist ein echter Anreiz. Nicht
nur für den Gast, sondern auch für den Gastronom. Wer den Wünschen
der Gäste am besten nachkommt, hat auch den Wettbewerbsvorteil. Ich
will Wettbewerb sehen und nicht einen Gesetzesdschungel. Das
AMA-System ist hier der richtige Partner!", so der Sprecher der
heimischen Tourismusbetriebe. Bemerkenswert auch, dass laut
AMA-Umfrage 84% der Gäste zu aller erst Hygiene und Sauberkeit im
Betrieb erwarten. "Wir haben in Österreich ein sehr hohes Bewusstsein
bei den Betrieben in der Gastronomie und Hotellerie", so Schenner.
"Anfüttern" erlaubt, Geschäftsessen sind keine Korruption
Erfreulich auch, dass laut AMA-Umfrage Geschäftsessen wieder im
Trend sind. Die Wirtschaftskammer hat erfolgreich die Interessen der
Mitgliedsbetriebe im Gastgewerbe vertreten und im
Begutachtungsverfahren durchgesetzt, dass eine Einladung zum Essen
ins Restaurant oder Gasthaus kein Delikt nach dem
Anti-Korruptionsgesetz ist. "Es gehört einfach zur heimischen
Arbeits- und Lebenskultur, dass man sich auch mal auf ein Mittagessen
einladen darf. Wer das als persönlichen Vorteil oder als Bestechung
interpretiert, der hat einfach keinen Geschmack", so der
Tourismusobmann.
Zusammenarbeit mit der AMA Marketing richtungsweisend
Abschließend betont Schenner die hervorragende Zusammenarbeit mit
der AMA Marketing: "Die AMA Marekting ist und bleibt der kompetente
und verlässliche Partner der heimischen Gastronomie und des
Tourismus, wenn es um den Bezug und die Qualität von heimischen
Produkten geht. Einer weiter guten Zusammenarbeit und einem
uneingeschränkten Genuss für unsere Gäste steht somit nichts im Weg",
so Schenner abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Mag. Birgit Mondl, Projektmanager AMA-Gastrosiegel, Tel. 01/33151-4572, E-mail: [email protected] Mag. Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation, Tel. 01/33151-404, E-mail: [email protected] Elisabeth Salzer, Wirtschaftskammer Österreich Tel. 0590900-3400, E-mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIZ






