- 29.07.2011, 12:39:26
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Menschen für Menschen plant Nothilfe in Äthiopien
Addis Abeba/Wien (OTS) -
- Aufgrund der anhaltenden Dürreperiode bereitet der Verein ein
Nothilfeprogramm für etwa 47.000 Menschen im Süden Äthiopiens vor
- Alle Hilfsmaßnahmen werden von der Organisation selbst umgesetzt
Der Verein Menschen für Menschen arbeitet in Äthiopien in
langfristig angelegten integrierten ländlichen Entwicklungsprojekten,
die den Bauernfamilien Ernährungssicherheit und Unabhängigkeit von
fremder Hilfe ermöglichen. Aufgrund der anhaltenden Dürre bereitet
Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe nun ein Nothilfeprogramm für etwa
47.000 Menschen in den drei Distrikten Limu Bilbilo, Adaba und Gedeb
Asasa im Süden Äthiopiens vor. Die Region liegt circa 300 Kilometer
südlich von Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens.
Zur Zeit werden in den drei Distrikten Limu Bilbilo, Adaba und
Gedeb Asasa etwa 47.000 Einwohner von den äthiopischen Behörden mit
Nahrungsmitteln versorgt. Die Vorräte für eine vollständige
Versorgung reichen jedoch dort nur bis Ende September aus. Die
nächste Ernte ist nicht vor Anfang 2012 zu erwarten. Menschen für
Menschen bereitet daher aktuell die Versorgung dieser Menschen mit
überlebenswichtigen Nahrungsmitteln vor und wird damit die
Versorgungslücke bis zur nächsten Ernte schließen. Da die benötigte
Getreidemenge zur Zeit auf dem freien Markt in Äthiopien nicht
verfügbar ist setzt der Verein alles daran, die dringend benötigten
Mengen - allein etwa 3000 Tonnen Getreide - aus Europa zu
importieren.
Zudem setzt die Äthiopienhilfe darauf, Nothilfemaßnahmen
ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern und unter Nutzung eigener
Strukturen umzusetzen. Ein Team von Menschen für Menschen wird wenn
nötig, gemeinsam mit zusätzlichen Hilfskräften Nahrungsmittel an die
Bedürftigen verteilen. "Uns ist es wichtig, alle Maßnahmen selbst
durchzuführen, da wir unseren Spendern nur auf diese Weise persönlich
garantieren können, dass die Hilfe auch tatsächlich bei den Menschen
ankommt", sagt Almaz Böhm, die geschäftsführender Vorstand des
Vereins.
Im Zuge der aktuellen Entwicklung am Horn von Afrika hat Menschen
für Menschen in den vergangenen Wochen die eigenen Projektregionen
nach Notsituationen untersucht. Dort konnten keine außergewöhnlichen
Versorgungslücken festgestellt werden. Aktuelle Angaben der
äthiopischen Behörden wiesen unter anderem Arsi und West Arsi als
stark von der Dürre betroffene Regionen aus. Menschen für Menschen
hatte daraufhin ein Team entsandt, das sich vor Ort ein genaues Bild
von der Lage machen konnte.
"Es liegt uns sehr am Herzen, die bedürftigen Menschen dabei zu
unterstützen, damit sie nicht hungern und ihre Dörfer und Felder
verlassen müssen", sagt Almaz Böhm. "Genauso jedoch ist es unser
Ziel, langfristige Hilfe zur Selbstentwicklung zu leisten und die
Bevölkerung zu befähigen, sich den klimatischen Bedingungen
anzupassen und Reserven anzulegen, um regenarme Perioden besser
überstehen zu können." Menschen für Menschen setzt dazu seit 30
Jahren auf integrierte ländliche Entwicklungsprojekte, bei denen
unterschiedliche Maßnahmen - unter anderem im landwirtschaftlichen
Bereich - miteinander verzahnt werden. So schulen Mitarbeiter der
Äthiopienhilfe beispielsweise Modellbauern, wie sie ihre Felder
bewirtschaften und Vorräte für schlechte Zeiten anlegen können.
Andere Familien kopieren diese Bewirtschaftungstechniken. Es entsteht
ein Schneeballsystem, so dass immer mehr Bauern erreicht werden. Das
beste Beispiel sind die Projektgebiete Derra und Merhabete, die
Menschen für Menschen in den letzten zwei Jahren an die Bevölkerung
übergeben konnte. Die Ergebnisse unserer jahrelangen integrierten
Entwicklungsarbeit in den ländlichen Projektgebieten haben spürbar
dazu beigetragen, dass sich die Menschen dort den sich verändernden
klimatischen Bedingungen besser anpassen und landwirtschaftliche
Erträge steigern können, so dass sie auch auf eventuelle Notzeiten
besser vorbereitet sind.
Über Menschen für Menschen:
Am 16. Mai 1981 legte der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm mit
seiner legendären Wette in der Sendung "Wetten, dass..?" die
Grundlage für seine Äthiopienhilfe. Am 13. November 1981 gründete er
Menschen für Menschen. Seitdem leistet die Organisation, die Almaz
und Karlheinz Böhm heute gemeinsam leiten, Hilfe zur
Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen sogenannter Integrierter
ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen
gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Bildung,
Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit, Infrastruktur und setzt sich für
die soziale und wirtschaftliche Besserstellung von Frauen ein. Der
Verein trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für
soziale Fragen (DZI).
Rückfragehinweis:
Verein Menschen für Menschen
Capistrangasse 8/10, 1060 Wien, Austria
Magister Alexandra Bigl, E-Mail: [email protected]
Tel.: +43 1 5866950-12 / Fax: +43 1 5866950-10
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