- 27.07.2011, 12:21:15
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FPÖ-Pisec: Neues Umsatzsteuergesetz führt zu Mehraufwand für Unternehmen
Wien (OTS) - "Das neue Umsatzsteuergesetz wird für viele
Unternehmen einen gewaltigen administrativen Mehraufwand bringen",
warnte der freiheitliche Bundesrat Mag. Reinhard Pisec, der auch
Abgeordneter zum Wiener Wirtschaftsparlament ist. Die Änderung regle
weitere Ausnahmen im Reverse-Charge-Verfahren (Anm.: Nicht der
Leistungserbringer, sondern der Leistungsempfänger ist die
Umsatzsteuer schuldig; es handelt sich also um eine Umkehr der
Steuerschuld), was für die Unternehmen, vor allem den Großhandel, zu
einem Mehraufwand führen werde, weil die Rechnungen geteilt
ausgestellt werden müssten und auch das Finanzamt dies umständlich
kontrollieren müsse, so Pisec.
Mit der Änderung des Umsatzsteuergesetzes habe die Bundesregierung
den bemühten aber untauglichen Versuch unternommen,
Umsatz-Steuerbetrügereien zu verhindern, erinnerte Pisec, der
anerkennt, dass die Novelle gut gemeint sei. "Gut gemeint ist jedoch
sehr oft das Gegenteil von gut", so Pisec. So auch im vorliegenden
Fall, betonte Pisec, der dieses Gesetz als Flickwerk sieht, welches
zu weiterem administrativem Aufwand bei Unternehmen führe. Vor allem
dann, wenn unterschiedliche Rechnungen mit USt und ohne USt
ausgestellt werden müssten, so Pisec.
"Es wäre daher gerechter und ehrlicher, wenn das
Reverse-Charge-Verfahren für alle Warengruppen im Business to
Business Bereich gelten würde und nicht nur bei Ausnahmen", forderte
Pisec. Dieses Verfahren sei auch für die Liquiditätsbildung der
Unternehmen gerechter, weil bei Nichtbezahlung der Rechnung des
Kunden, der Lieferant nicht in Vorauszahlung beim Finanzamt treten
müsse, so Pisec. "Das Reverse-Charge-Verfahren ist budgetneutral,
bringt eine Verwaltungsvereinfachung beim Unternehmen und beim
Finanzamt und entlastet die Gerichte, weil ungerechtfertigte
Vorsteuerabzüge nicht mehr möglich sind", betonte Pisec.
Denn bisher, so Pisec, sei es so, dass die Mehrwertsteuer die im
Unternehmensbereich verrechnet werde dazu führe, dass der
Vorsteuerabzug von Unternehmen oftmals ungerechtfertigt genützt werde
(Steuerbetrug) und ein großes Problem für das österreichische
Finanzamt und damit das österreichische Budget darstelle. Aufgrund
der Saldierung der Unternehmen Umsatzsteuer/Vorsteuer, würden
Vorsteuerabzüge ungerechtfertigt von Unternehmen in Anspruch
genommen, so Pisec, der dieses Problem mit einem
Reverse-Charge-Verfahren gelöst sieht.
Mit dem Reverse-Charge-Verfahren gebe es kein Guthaben mehr, das das
Finanzamt auszahlen muss, weil die Rechnungen ohne Mehrwertsteuer
erstellt würden und damit Brutto für Netto verrechnet würden, zeigte
Pisec die Vorzuge des von der FPÖ geforderten Systems auf.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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