- 27.07.2011, 09:30:33
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KONSUMENT: Große Preisunterschiede bei Online-Ticketshops
VKI-Erhebung zeigt: Bis zu 22 Euro Einsparung durch Vergleich möglich
Wien (OTS/VKI) - Den günstigsten Anbieter unter den
Online-Ticketshops schlechthin gibt es zwar nicht, ein Vergleich der
Ticketpreise und Nebenkosten zahlt sich aber aus, wie ein Vergleich
des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zeigt. Der VKI hat
insgesamt sechs Portale, die Tickets auf dem österreichischen Markt
anbieten, unter die Lupe genommen und Preisunterschiede von bis zu 22
Euro festgestellt. Erhoben wurden die Ticketpreise für jeweils ein
Musical, eine Oper, sowie ein klassisches und ein Rockkonzert. Im
Bereich Musical und Oper erwies sich die deutsche Plattform
ticketonline.com als teuerster Anbieter. Eine Karte für das Musical
Sister Act kam hier etwa auf 115 Euro, während von den Vereinigten
Wiener Bühnen rund 94 Euro verrechnet wurden. Allerdings fallen bei
ticketonline.com weder Bearbeitungs- noch Auftragsgebühren an.
Derartige Nebenkosten können den Ticketpreis aber durchaus in die
Höhe treiben. So verrechnete beispielsweise wien-ticket.at bei den
bestellten Tickets Bearbeitungsgebühren von bis zu 8,60 Euro,
oeticket.com eine Auftragsgebühr von zwei Euro. Auch bei den
Versandkosten ist die Preisspanne groß: Diese reicht von 0,90 Euro
(dieeintrittskarte.at) bis zu 15 Euro (oeticket.com). Details zur
Erhebung gibt es online auf www.konsument.at sowie in der morgen
erscheinenden August-Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT.
Nicht nur Versandkosten, Gebühren und Serviceleistungen können ein
Ticket erheblich verteuern, sondern auch eine etwaige
Rücktrittsabsicherung. "Allerdings gilt dieser Rücktrittschutz wie
bei einer Reiserücktrittsversicherung nur unter bestimmten
Voraussetzungen und ist allenfalls bei hochpreisigen Tickets oder
einer weiter in der Zukunft liegenden Veranstaltung überlegenswert",
so VKI-Experte Bernd Lausecker. Fällt die Veranstaltung aus,
übernehmen die Online-Ticketanbieter keine Haftung. In diesem Fall
muss der Kaufpreis über den Veranstalter zurückgefordert werden.
Abzocke im Netz - Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ) hilft
Nicht alle Portale sind seriös. Das beim VKI angesiedelte
Europäische Verbraucherzentrum (www.europakonsument.at) erhält immer
wieder Beschwerden zu dubiosen Anbietern - wie etwa erst kürzlich
bezüglich eines Portals der norwegischen Firma Euroteam. Hier wurden
im Voraus bestellte und bezahlte Tickets nicht geliefert. "Wenn in
Fällen wie diesen das Ticket mit Kreditkarte bezahlt wurde, ist es
ratsam, das Kreditkartenunternehmen unverzüglich nach dem
Veranstaltungsdatum zu kontaktieren und schriftlich um eine
Rückbuchung der Kosten wegen Nichterbringung der vereinbarten
Leistung zu ersuchen. Viele KonsumentInnen erhielten auf diese Weise
die bezahlten Ticketkosten erstattet", so Mag. Reinhold Schranz vom
EVZ Österreich. "Bei ungewöhnlich günstigen oder exklusiven
Angeboten, die im Internet kursieren, sowie bei Karten zu bereits
ausverkauften Konzerten raten wir zur Vorsicht. Hier ist die
Wahrscheinlichkeit groß, dass man das Nachsehen hat und die Tickets
überhaupt nicht existieren."
Alle Details gibt es auf www.konsument.at und ab dem 28.7. im
August-KONSUMENT.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at
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