• 26.07.2011, 10:37:15
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Greenpeace: "Detox-Kampagne" bringt Textilproduzent zum Umdenken

Puma will künftig ohne gefährliche Chemikalien produzieren

Wien/Peking (OTS) - Puma hat auf die Greenpeace "Detox-Kampagne"
reagiert und sich öffentlich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 aus
der Verwendung gefährlicher Chemikalien auszusteigen. Dies betrifft
sowohl den gesamten Produktlebenszyklus, als auch die gesamte
Lieferkette des weltweit drittgrößten Sportartikelherstellers. Damit
setzt sich das Unternehmen beim Wettrennen um eine "giftfreie"
Zukunft von seinen Mitbewerbern Nike und Adidas deutlich ab.

Der Sportartikelhersteller setzt diesen entscheidenden Schritt
weniger als zwei Wochen nach der Veröffentlichung eines Reports über
Giftstoffe in der Textilproduktion durch Greenpeace - dem so
genannten "Schmutzige Wäsche Report". Die Greenpeace Analysen von
Abwasserproben zweier großer Textilfabriken im Jangtse- und
Pearlfluss-Delta belegen eine große Anzahl hormonell wirksamer sowie
giftiger Chemikalien. Beide Fabriken beliefern große Player der
Sportartikelbranche wie Adidas, Nike oder Puma.

"Das erste Etappenziel der Detox-Kampagne ist mit dem öffentlichen
Bekenntnis von Puma künftig auf gefährliche Chemikalien zu
verzichten, erreicht", begrüßt Greenpeace Konsumentensprecherin
Claudia Sprinz das Umdenken des Sportartikelherstellers und hofft auf
eine rasche Reaktion der Mitstreiter: "Nach der ersten Zwischenzeit
des Detox-Wettrennens liegt Puma an erster Stelle. Es wird Zeit, dass
Nike und Adidas in die Gänge kommen, denn sonst werden sie beim
Rennen um eine giftfreie Zukunft ins Hintertreffen geraten", so
Sprinz. Greenpeace ruft außerdem alle drei Unternehmen dazu auf,
Sportsgeist und mehr Transparenz zu zeigen indem sie alle derzeit in
der Produktionskette verwendeten Chemikalien offenlegen.

Mit der heutigen Stellungnahme erfüllt Puma einige
Greenpeace-Forderungen für die Herbeiführung eines Systemwechsels in
der Textilindustrie: Die Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips beim
Chemikalienmanagement, einen klaren Zeitrahmen zum Ausstieg aus der
Verwendung gefährlicher Chemikalien sowie das Verhindern der
Freisetzung von problematischen Substanzen innerhalb des
Produktlebenszyklus und der Lieferkette von Textilien. Dies betrifft
auch die Freisetzung, die von umweltverschmutzenden Aktivitäten wie
Nassverarbeitung (Färben, Waschen, Bedrucken und der Stoffausrüstung)
stammt. Puma hat weiters bekannt gegeben, dass das Unternehmen
innerhalb der nächsten acht Wochen einen Aktionsplan veröffentlicht,
der im Detail beschreibt wie Puma seine Selbstverpflichtung erfüllen
wird.

Das Greenpeace "Detox-Wettrennen" hat damit an Fahrt gewonnen: Erst
am 23. Juli haben sich mehr als 600 Menschen vor Nike und Adidas
Geschäften in zehn Ländern ihrer Nike- und Adidas-Bekleidung
entledigt, um damit einen Striptease-Weltrekord aufzustellen.
Gleichzeitig haben tausende Menschen eine Online-Petition an die
Geschäftsführer der beiden Sportartikelhersteller geschickt und sie
dazu aufgefordert, sich dafür einzusetzen das wichtige Thema der
Wasserverschmutzung anzupacken und ihren Worten Taten folgen zu
lassen.

Weitere Informationen zur "Detox-Kampagne" von Greenpeace finden Sie
unter
http://marktcheck.greenpeace.at/puma-ausstieg.html

Die Stellungnahme von Puma finden Sie unter
http://safe.puma.com/us/en/

Rückfragehinweis:

Claudia Sprinz
   Konsumentensprecherin Greenpeace
   Tel: +43 (0)664 6126731
   mailto: [email protected]
   
   Melanie Aldrian
   Pressesprecherin Greenpeace
   Tel: +43 (0)664 6126725
   mailto: [email protected]

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