• 25.07.2011, 11:33:53
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Kärnten: Weniger Verkehrstote als in allen vergangenen Halbjahren

LH Dörfler präsentierte Halbjahres Verkehrsunfallbilanz 2011 - Forderung an IM Mikl-Leitner: Jeder Polizeistreifenwagen soll mit Handyfreisprecheinrichtung ausgestattet werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Halbjahres-Verkehrsunfallbilanz 2011
präsentierte heute, Montag, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard
Dörfler gemeinsam mit dem Chef der Verkehrspolizei, Oberst Adolf
Winkler, im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

Das Resümee des Landeshauptmannes: "Kärnten kann mit der besten
Bilanz aufwarten, seitdem es schriftliche Aufzeichnungen gibt. Die
Sicherheitspartnerschaft und die genauen Unfallanalysen mit der
Polizei haben sich bewährt, diverse Maßnahmenpakete, wie die
Installierung eines Nachtzuges auf der S 1 und die Radhelmverteilung,
haben sich ebenfalls positiv in den Bilanzen niederschlagen."
Gleichzeitig dankte er Winkler und seinem Team für die Zusammenarbeit
mit dem Land und hob die strategische Arbeit der Verkehrspolizei
lobend hervor. Dörfler und Winkler stellten jedoch auch klar, dass
nach wie vor jeder Unfall ein Unfall zu viel sei.

Aufhorchen ließ der Landeshauptmann mit seiner Forderung an
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Er forderte sie auf, nachdem
Winkler bekannt gegeben hatte, dass es in Polizeistreifenwagen keine
Freisprecheinrichtungen gäbe, so rasch als möglich alle
Polizeifahrzeuge mit derartigen Ausrüstungen auszustatten.

Die Halbjahresbilanz 2011untermauern folgende Fakten. Gab es im
ersten Halbjahr 2008 noch 28 Verkehrstote und 2010 noch 19, waren es
in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 bisher zwölf. Die meisten
Verkehrstoten gab es mit zehn auf Bundesstraßen (Autobahn: 1 Toter,
L-Straßen: 1 Toter). Von den zwölf Getöteten waren sieben männlich
und fünf weiblich. Aufgelistet nach Bezirken gab es vier Tote in
Villach, je zwei in Spittal und Wolfsberg und einen in den Bezirken
Klagenfurt, Klagenfurt-Land Feldkirchen und St. Veit. Keine
Verkehrstoten hatten die Bezirke Villach-Land, Hermagor und
Völkermarkt zu vermelden. Nach Altersgruppen gab es in der Gruppe der
30- bis 40-Jährigen mit vier Toten die meisten, gefolgt von drei
Toten bei den unter 20-Jährigen und drei bei den über 60-Jährigen.
Nach der Fahrzeugart gab es sechs Tote in Pkw' s und drei tote
Pkw-Beifahrer. Tödlich verunglückten zudem zwei Motorradfahrer und
ein Fußgänger. Vom 1. Jänner bis 30. Juni 2011 gab es insgesamt 1.261
Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Kärnten (2010: 1.301, 2008:
1.395).

Erfreulich für den Landeshauptmann ist die Tatsache, dass es im
ersten Halbjahr 2011 keine LKW-Unfalltoten gab. "Die LKW' s sind
immer besser ausgerüstet und unsere LKW-Kontrollen machen sich
bezahlt", so Dörfler.

Winkler seinerseits ortet im Bereich des Handytelefonierens ohne
Freisprecheinrichtung einen Nachholbedarf seitens der Exekutive.
"Immer mehr Fahrzeuglenker telefonieren mit dem Handy während der
Fahrt und zahlen die 50 Euro Strafe ohne zu murren. Die Ablenkung
entspricht dabei einem Wert von 0,8 Promille Alkoholgehalt",
verdeutlichte er das Unfallrisiko anschaulich.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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