• 21.07.2011, 10:51:20
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Agraraußenhandel 2011 schlägt alle bisherigen Rekorde

Die neuen EU-Staaten erweisen sich als stabile Zukunftsmärkte

Wien (OTS) - Die österreichischen Agrarexporte sind heuer um 21%
gestiegen. 2011 steuert damit in diesem Bereich auf ein noch nie da
gewesenes All-Time-High zu. Deutschland ist dabei unser größter
Stabilitätsfaktor und bleibt unser treuester Abnehmer für agrarische
Produkte. Aber auch die neuen EU-Staaten geben ein sehr deutliches
Lebenszeichen von sich und positionieren sich als starke
Zukunftsmärkte. Besonders erfolgreiche Segmente sind Rind- und
Schweinefleisch, Käse, Zubereitungen sowie Obst und Gemüse. Das ergab
eine Analyse des Außenhandels im Wertvergleich der ersten Quartale
2010 und 2011. Basis dafür sind die Zahlen der Statistik Austria.

Berlakovich: Mit Qualitätsausrichtung auf das richtige Pferd gesetzt

"Dieses Rekordniveau ist der beste Beweis dafür, dass die Marke
Österreich auch auf heiß umkämpften Auslandsmärkten punktet und wir
mit der Qualitätsausrichtung unserer Agrarpolitik auf das richtige
Pferd setzen. Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen für beste
Lebensmittel, die den Menschen auf der ganzen Welt schmecken.
Zusätzlich erfüllen sie aber noch für viele weitere Leistungen im
Sinne der gesamten Gesellschaft. Ich will, dass die
Wettbewerbsfähigkeit der heimischen, bäuerlichen Landwirtschaft und
Lebensmittelproduktion forciert wird und, dass das auch im Sinne der
Nachhaltigkeit geschieht. Dazu ist eine starke Gemeinsame
Agrarpolitik erforderlich", betont Landwirtschaftsminister Nikolaus
Berlakovich.

Agrarexport in die neuen EU-Staaten entwickelt sich am prächtigsten

Die Analyse des 1. Quartals 2011 im agrarischen Außenhandel
beweist einmal mehr, dass Deutschland der wichtigste
Außenhandelspartner war und ist. Seit vielen Jahren exportiert
Österreich ein Drittel seiner Lebensmittel zum deutschen Nachbarn.
Italien als zweitwichtigster Handelspartner und auch die alten
EU-Staaten verlieren hingegen prozentuell Anteile. Im "Rest der Welt"
allerdings sieht alles anders aus. Ganz besonders die neuen
EU-Mitgliedsländer erweisen sich von Jahr zu Jahr mehr als echte
Hoffnungsträger in stabilen Zukunftsmärkten. Immerhin liegt ihr
Anteil am Gesamtexport bereits bei fast 19%. Auch die Länder
außerhalb Europas entdecken zunehmend mehr, wie Österreich schmeckt,
was sich mit über 23% in der Exportstatistik niederschlägt.

Gesamter agrarischer Außenhandel legt um 21% zu

Im 1. Quartal 2010 exportierte Österreich Agrarwaren im Wert von
EUR 1,8 Mrd., in der Vergleichsperiode 2011 (Jänner bis März) waren
das immerhin fast EUR 2,2 Mrd., was einem Plus von mehr als 20%
entspricht. Wertmäßig war dabei in absolut allen Betrachtungsräumen
ein klarer Zuwachs zu verzeichnen. Am deutlichsten fiel dieser in
Deutschland, unserem wichtigsten Außenhandelspartner, aus. Auch
Italien überraschte mit erwähnenswerten Wertzuwächsen. Am
prächtigsten allerdings entwickelten sich zwei Gruppen. Das sind
zunächst die neuen EU-Staaten - allen voran Ungarn, Slowenien und
Tschechien.

Und schließlich gibt auch der Staatenblock außerhalb der EU-Zone
berechtigten Grund zur Freude. Im Vergleich zur Vorjahresperiode
legten etwa die Vereinigten Staaten um rund 20% zu, ebensoviel die
Schweiz und mit etwa 25% Plus rangiert Frankreich an dritter Stelle
dieses Rankings. Beachtlich auch der Zuwachs von 90% im Außenhandel
mit Großbritannien. Die Zuwächse in den USA, Frankreich und
Großbritannien kommen überwiegend aus dem Bereich der Getränke,
während in der Schweiz Exporterfolge in fast allen Produktsegmenten
zu verzeichnen sind.

Europa steht auf Rindfleisch aus Österreich

In der Vergleichsperiode legte der Rindfleischexport um 14,5% zu
und das von sehr hohem Niveau ausgehend. Die Welt kaufte in den
ersten drei Monaten 2011 österreichisches Rindfleisch im Wert von
rund EUR 90 Mio. Starke Abnehmer waren neben Deutschland und Italien
die Niederlande, die Türkei und Frankreich. In den neuen EU-Staaten
ist Ungarn ganz weit vorne und Tschechien holt rasant auf.
Österreichisches Rindfleisch punktet ganz besonders mit seiner
bekannt hohen Qualität. Aber auch die verlässliche Logistik ist ein
wesentlicher Teil des Erfolgs.

Österreichisches Schweinefleisch ist ein Verkaufsschlager in Südkorea

Im Vergleich zur Vorjahresperiode exportierten Österreichs
Schweinefleischproduzenten 20% mehr als 2010. Besonders beachtlich
schlägt sich dabei die Liebe der Südkoreaner zu unserem
Schweinefleisch nieder. Japan rangiert dabei bereits auf Platz zwei
im Ranking der außereuropäischen Staaten. Das hat einen konkreten
Grund. Die bevölkerungsreichen Staaten Asiens außerhalb von China und
Nordkorea können ihren steigenden Bedarf an Schweinefleisch nicht
selbst decken und greifen deshalb vermehrt auf europäische Märkte zu.
Aber auch bei unseren Nachbarn in Osteuropa ist man diesbezüglich auf
den Geschmack gekommen. Slowenien, Ungarn und Tschechien sind dabei
besonders treue Abnehmer. Österreichs Schweinefleischproduzenten sind
in all diesen Ländern bekannt dafür, dass sie sich besonders gut auf
konkrete Kundenwünsche einstellen können und verlässlich das liefern,
was gerade gewünscht wird.

Griechenland belebt zusätzlich den heimischen Käseexport

Käse ist seit Jahren ein echter Exportschlager und mittlerweile
eine Art "Identifikationsprodukt" des österreichischen Exports. Im 1.
Quartal 2011 wurde Käse im Wert von mehr als EUR 100 Mio. ausgeführt.
Das bedeutet ein Plus von über 14% zur Vorjahresperiode. Der
deutliche Exportanstieg nach Deutschland schlägt sich dabei überaus
spürbar zu Buche. Interessant auch die Entwicklung mit Griechenland.
Die Griechen importieren österreichischen Frisch- und vor allem
Hartkäse. In dem Land, in dem eben eher Schaf- und Ziegenmilch
fließen, sind Produkte aus Kuhmilch seltener. Österreichische
Milchprodukte (exkl. Käse) scheinen sowieso seit Jahren europaweit
omnipräsent zu sein. Die Werte sind hier stabil. Das leichte Plus in
diesem Bereich bescherte uns der Milchprodukte-Exportzuwachs nach
Ungarn.

Wurstwaren für Ungarn und Georgien beflügeln den Fleischwarenexport

Fleischzubereitungen - also Wurst und auch Schinken - tragen heuer
wieder maßgeblich zur erfreulichen Exportentwicklung bei. Ein sattes
Plus von 10% in diesem Segment setzt sich aus Verkaufserfolgen in
aller Welt zusammen. Besonders hervorstechend sind hier die Zuwächse
in den neuen EU-Staaten. Die Ungarn lieben Schinken und Wurstwaren,
unter anderem auch Hartwürste von ihren österreichischen Nachbarn,
was sich wertmäßig in hohen zweistelligen Zuwachsraten niederschlägt.
Außerhalb der üblichen "Österreich-Klientel" fallen in diesem
Lebensmittelsegment auch die Schweiz, Georgien und Russland besonders
ins Auge. Auch dort liebt und schätzt man jedes Jahr mehr alles
Zubereitete aus Fleisch, das aus Österreich kommt.

Obst- & Gemüse-Export entwickelt sich überdurchschnittlich

Mit einem Exportplus von mehr als 30% ist Obst & Gemüse heuer
bislang die erfolgreichste Produktgruppe von allen. Besonderen Anteil
an dieser Entwicklung hatten zu allererst Deutschland und auch ganz
besonders Ungarn, das mittlerweile zum zweitwichtigsten Exportland
für österreichisches Obst & Gemüse avancierte.

Die Zukunftsmärkte liegen im Osten und in Asien

"Die Entwicklung des Agrarexportes im 1. Quartal 2011 übertrifft
alle gesetzten Erwartungen bei Weitem. Besonders die Märkte außerhalb
der alten EU-Staaten erweisen sich als wahre und stabile
Zukunftsmärkte. Österreich steht generell für Qualität,
Verlässlichkeit und Naturnähe. Das sind alles Werte, die bei unseren
Exportpartnern über alle Maßen geschätzt werden. Auch die
bevölkerungsreichen Staaten Asiens werden dabei zunehmend
interessanter. Grundsätzlich gilt: die Hoffnungsmärkte für die nahe
Zukunft liegen räumlich in der Nähe, und jene für die ferne Zukunft
liegen räumlich in der weiteren Ferne. Insgesamt steht uns aber ein
gigantischer Markt offen, der darauf wartet, bearbeitet zu werden",
so AMA-Exportmanager, Reinhard Schuster.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Reinhard Schuster, AMA-Exportmanager
Tel. 01/33151-406, E-mail: [email protected]

Mag. Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation
Tel. 01/33151-401, E-mail: [email protected]

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